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01/09/2015

CDU auf Öko-Kurs

http://www.kn-online.de/News/Aktuelle-Nachrichten-Politik/News-Aktuelle-Nachrichten-Politik/Nord-CDU-auf-Oeko-Kurs

Ulf. B. Christen zum Öko-Kurs der CDU

Die Nord-CDU rückt mit Blick auf die Landtagswahl in gut 20 Monaten in die politische Mitte. Davon zeugt auch der aktuelle Kurswechsel in der Landwirtschaftspolitik. Die Union, bisher der politische Arm des Bauernverbandes, greift die wachsende Kritik an Agrarfabriken auf und schließt einen Burgfrieden mit dem stets gescholtenen Natur- und Umweltschutz.

 Allerdings ist auch bei der CDU Papier geduldig. Die strukturkonservative Partei dürfte sich mit dem Öko-Kurs schwer tun. Und auch die Fraktion muss erst noch beweisen, dass sie es mit der schwarzen Agrarwende ernst meint. Den ersten Testfall gibt es heute. Das Kabinett will ein neues Landesnaturschutzgesetz auf den Weg bringen, der Bauernverband dagegen lautstark vor der Tür protestieren – und das mit oder ohne CDU.


18/01/2015

Landesnetzwerk Niedersachsen Bauernhöfe statt Agrarfabriken



Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

am Tage nach Berlin - wo etwa 50.000 (!!!) Menschen für eine Agrarwende, für eine bäuerliche strukturierte Landwirtschaft und
gegen Agrarfabriken, gegen Gentechnik, gegen TTIP demonstriert haben -  kommt hier die 2. Rund-Mail vom  Landesnetzwerk
Niedersachsen Bauernhöfe statt Agrarfabriken im noch jungen Jahr 2015:
:

1.       Berlin 17.01.2015 – zum 5. Mal – und wieder waren wir mehr!
Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass unsere große Bewegung mitten aus der Gesellschaft kommt, dann kann
man dies nicht nur an der überwältigienden Teilnehmerzahl festmachen, sondern auch an der großen Vielfalt (auch them-
atisch), mit der die tollen, kreativen, bunten, friedlichen Demonstranten in Berlin eine Agrarwende eingefordert haben.
Diesen Schwung aus Berlin nutzen wir alle jetzt für den Rest des Jahres,  uns noch stärker zu engagieren.

Mehrere hundert Fotos und erste Medienberichte finden sich hier:


2.       Bericht vom Erörterungstermin WIESENHOF-Schlachthoferweiterung in Lohne 14./15.01.2015
Eine befangene Verhandlungsleitung, für alle sichtbare „Landschaftspflege“, streitbare Einwender aus Lohne und anderen
Teilen Deutschlands haben beim Erörterungstermin in Lohne (Landkreis Vechta) gezeigt, dass wir alle uns noch viel mehr
einbringen müssen, damit die Agrarindustrie zu Lasten der Menschen nicht machen kann was sie will:

Eine Fach- und Dienstaufsichtsbeschwerde ist fast fertig. Genauso eine Strafanzeige wegen Rechtsbeugung (§339 StGB).
Und unsere Pressemitteilung dazu folgt auch.


3.       Unbedingt mitmachen und schnelle anmelden: HAZ-Forum am 27.01.2015 in Hannover
Die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) veranstaltet im Rahmen ihrer Reihe HAZ-Forum am Dienstag, 27.01.2015 um
20:00 Uhr eine Diskussion mit dem Landwirtschaftsminister von Niedersachsen, Christian Meyer (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN),
dem Vizepräsident des Landvolk Niedersachsen e.V.  (Niedersächsischer Bauernverband), Heinz Korte, dem Bundesgeschäfts-
führer der AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft), Georg Janßen und der Slow Food-Vorsitzenden Ursula Hudson.

Damit wir, die wir für eine Agrarwende einstehen, entsprechend vertreten sind, bitten wir alle (speziell aus der Region Hannover)
sich schnell ene Karte für max. 3,-- € zu besorgen und auch Fragen an die Diskussionsteilnehmer (via E-Mail  hannover@haz.de
unter dem Betreff „HAZ-Forum“) vorab einzureichen.


4.       Straathof
An  dem Tierhaltungsverbot gegen den niederländischen Schweinebaron Adrianus van Straathof haben viele Menschen mitge-
wirkt. Im Bundesland Sachsen-Anhalt hat sich die Landtagsabgeordnete Dorothea Frederking ganz besonders eingesetzt. Dafür
mal an dieser Stelle einen besonderen Dank.   

Die – zum Teil sicherlich berechtigte-  Kritik am QS-Prüfsystem söllten wir nicht aus den Augen verlieren:

Und immer noch warten wir auf die Durchsetzung des Tierhaltungsverbotes im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern!
Mehr dazu hier:


5.       ARD Spezial zum Thema Antibiotikaresistenzen
Zweifler an den Gefahren von Antibiotikaresistenzen – die u.a. auch aus der Massentierhaltung hervorgerufen werden –
können sich hier umfassend informieren:


6.       Fast 90% des Billigputenfleisch mit Keimen belastet
Dank der Studie vom BUND hatten wir gleich zu Beginn des Jahres den nächsten Skandal. Bezeichnend, dass die Billiganbieter die
Schädigung der Gesundheit ihrer Kunden total egal zu sein scheint:

Einige Mitglieder unseres Landesnetzwerks haben den Lebenmitteleinzelhandel (LEH)  wegen des Straathof-Skandals angeschrie-
ben und nur vorformulierte, nichts sagende Antworten erhalten (dies werden wir noch aufarbeiten). Nun wären die nächsten
Fragen an ALDI, Lidl und Co. angebracht, oder?


7.       Die Skandalchronik
Für alle, die die Skandale der letzten Jahre verdrängt und/oder vergessen bzw. nicht mehr so im Detail in Erinnerung haben:


8.       Steuerberater / Wirtschaftsprüfer gesucht
Um die Verstrickungen der Agrarindustrie besser durchschauen und verstehen zu können, sucht das Landesnetzwerk eine/n Steuer-
berater/in und/oder Wirtschaftsprüfer/in, der/die uns ehrenamtlich bereit ist, uns Aufklärung über die wirtschaftlichen Vernetzungen
und steuerlichen Möglichkeiten der Agrarindustrie zu geben.

Kontakt bitte per E-Mail an michael.hettwer@gmx.de oder Telefon 0171-5255645 an mich.

10.   Termine
·         Einladung zum Vortrag von Dr. med. vet. Claudia Preuß-Ueberschär in Husum am 26.01.2015

·         Treffen des Aktionsbündnisses Nordwest am 27.01.2015 um 19:00 Uhr  in Meppen in der Kneipe „Up´n Bült“, Ecke Kuhstr. / Bült

·         Workshop zum BImSchG am 07.02.2015 in Hannover


Wer Termine hat, die für unsere Bewegung interessant sind, kann diese direkt und selbst auf www.landesnetzwerk-niedersachsen.net
einstellen:

Es wäre ein echte Hilfe, wenn dies von Euch / Ihnen selbst vorgenimmen wird. Natürlich müssen die Einträge noch von uns freigeschaltet werden.


11.   Das Allerletzte vom Bauernverbandspräsidenten
Manchmal verschlägt es einem ob der Dreistigkeit glatt die Sprache (was Leute, die mich gut kennen, mir eher weniger zutrauen):

Hier kann man Herrn Rukwied mitteilen, was man von seiner Aussage hält und vielleicht auch fragen, wie diese Aussage zum vom DBV
eingeforderten  Dialog im Zusammenhang steht:


So, liebe MitmacherInnnen, für heute war es das mal wieder.

Ich freue mich über Eure / Ihre Feedbacks und erwarte auch gern Informationen, Termine usw. die ich dann hier demnächst veröffentlichen kann.

Unsere Bewegung und unser Druck wächst: und das ist auch gut so!


Mit herzlichen  Grüßen

Michael Hettwer
Sprecher
Landesnetzwerk Niedersachsen
Bauernhöfe statt Agrarfabriken

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Das Landesnetzwerk Niedersachsen Bauernhöfe statt Agrarfabriken ist ein Zusammenschluss von über 130 Bürgerinitiativen und Verbänden aus Niedersachsen die sich
gegen die Agrarindustrie und deren negativen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, auf die Umwelt und die sich für das Tierwohl einsetzen.
Hinter dem Netzwerk stehen über 250.000 Menschen aus ganz Niedersachsen.

Unser Netzwerk:



07/01/2015

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter gegen Agrarfabriken

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter gegen Agrarfabriken,


Ihnen und Euch allen für 2015 alles Gute, viele Erfolge für uns alle  und natürlich beste Gesundheit.

Das Tierhaltungsverbot gegen Adrianus van Straathof hat ja Wellen geschlagen, die noch nicht verebbt sind. Wir alle müssen die Behörden auffordern,
sich an die Einhaltung bestehender Gesetze und Verordnungen  zu halten. Dass Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Backhaus immer noch
nicht aktiv gegen Straathofbetriebe in MVP einschreitet ist ein Skandal im Skandal. Unsere Freunde in MVP werden hier nicht locker lassen.

Die erste Rundmail in 2015 belegt wieder, dass unsere große Bewegung mit unseren Themen und Forderungen gesellschaftlich immer mehr Zu-
stimmung erhält. Deshalb sollten wir alle nicht nachlassen, weiterhin für unsere Ziele zu einzustehen.


1.       5. Demonstration „Wir haben es satt“  am 17.01.2015 in Berlin
Dass „unsere“ Demo anläßlich der Grünen Woche 2015  in Berlin wieder zu einem Erfolg werden wird, liegt bei uns allen. Deshalb nochmals die
große Bitte und Auffoderung, am 17.01.2015 dabei zu sein und „Flagge“ (es können auch Banner und Transparente sein) zu zeigen:

Der Regionsverband der Grünen in der Region Hannover hat einen Bus zur Demo organisiert. Im Internet nicht Geübte finden diese
Info oft nicht, daher nachfolgende Information:

Bus ab Hannover ZOB   
Abfahrt 7:30 Uhr - Rückkehr ca. 20:00 Uhr ZOB
€ 25 Solidar  -  € 19 Euro normal  -  € 10 ermäßigt
Fahrkarten: Grünes Zentrum Senior-Blumenberg-
Gang 1, Hannover. Werktags 10-16 Uhr

Der Bus hält auf der Hin- und Rückfahrt auch bei Peine, Autohof an der A2.  

Mehr Information zur Anreise, wie Mifahrbörse und organisierten Busreisen findet man hier:


2.       Treckermaut: Agrarfabriken und die Wege auf die Felder
Immer wieder gibt es erhebliche Klagen darüber, dass immer mehr größere und sehr schwere Maschinen und Fahrzeuge durch Ortstraßen auf
Feldwege und Felder fahren. Dabei werden die für diese Lasten nicht geeigneten Straßen und Wege zestört. Wie Kommunen zu Zeiten knapper
Kassen einen Weg zur Finazierung finden, zeigt das Beispiel der Gemeinde Wardenburg (Landkreis Oldenburg, Niedersachsen):

Das Beispiel Wardenburg bietet sich auch für andere Kommunen an und sollte übernommen werden.


3.       Landwirtschaftsminister Meyer will Kennzeichnungspflicht für Fleisch
Eine unserer wichtigen Forderungen hat Christian Meyer, Landwirtschaftsminister Niedersachsens, aufgegriffen. Er will eine Kennzeichnungspflicht
für Fleisch – ähnlich der erfolgreichen Kennzeichnung bei Eiern – umsetzen.
è http://wp.me/P15nTu-3AC


4.       Strukturwandel im landwirtschaftlichen Bereich durch niedrige Zinsen, Euroangst, Inflationsangst und Finanzhaie
Sehr treffende Zustandsbeschreibung:


5.       Frage der Woche auf www.topagrar.com
Die der Agrarindustrie nahe stehende Internetseite www.topagrar.com stellt regelmäßig die „Frage der Woche“. Aktuell geht es um die neue
Düngeverordnung. Vielleicht schaffen wir es ja mal wieder, die Umfragergebnisse in „unsere“ Richtung zu bringen:


6.       Kosten für die Tierkörperbeseitigung
Dass speziell in den Agrarfabriken zum Teil erhebliche Mengen an zu entsorgenden toten Tieren anfallen, ist ja nicht wirklich neu. Dass die
Allgemeinheit – von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich – bis zu 75% der Kosten für diese Tierkörperbeseitigung aufbringen muss,
is vieffach unverständlich und schleierhaft (denn ein Bauunternehmen erhält auch keine Subvention für den Entsorgung von Bauschutt, genauso
wie ein Gastronom für die vorgeschriebene Entsorgung von Küchenabfällen eine staatliche (und stattliche) Beihilfe erhält.

Ein erster Schritt in die richtige Richung (dem aber noch weitere folgen müssen) hat nun das Bundesland Nordrhein-Westfalen unternommen, dem
andere Bundesländer folgen sollten:

Für Niedersacchsen gibt es folgende Regelung:


7.       Erörterungstermin (EÖT) am 14.01.2015 in Lohne (Landkreis Cloppenburg) zur Erweiterung WIESENHOF-Geflügelschlachtfabrik
Wieder einmal arbeitet eine staatliche Behörde (hier das Gewerbeaufsichtsamt – GAA - in Oldenburg) nicht einwandfrei. Der angesetzte EÖT zur geplanten
Erweiterung des Geflügelschlchthofs in Lohne (Landkreis Cloppenburg/Niedersachsen) findet entgegen der immer noch auf der Internetseite des GAA Olden-
burg nicht im Rathaus der Stadt Lohne, sondern im

o   Gasthaus Römann, Marktstr. 27. 49393 Lohne

statt.

Hier die „Mitteilung“  des GAA Oldenburg:

Der Erörterungstermin findet am 14.01.2015 nicht wie angekündigt im Rathaus der Stadt Lohne, sondern im Gasthaus Römann, Marktstr. 27. 49393 Lohne statt.
Dieses wird Mittwoch auch noch in der Oldenburgischen Volkzeitung veröffentlicht.

Sollte jemand diese Änderung verpassen und doch zum Rathaus kommen, ist das Gasthaus in wenigen Gehminuten zu erreichen.
Eine gesonderte Information aller Einwender halte ich daher aufgrund der großen Anzahl nicht für verhältnismäßig.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrage

15/11/2014

Wiesenhof


Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

der Geflügelmulti WIESENHOF plant an seinem Standort in Lohne (Landkreis Vechta/Niedersachsen) die Kapazität von 320.000 Tieren / Tag
um 112.000 Tiere/Tag  auf dann 432.000 Tiere / Tag zu erhöhen.

Zusammen mit dem in Wietzen (Landkreis Nienburg) vor gut 2 Jahren beantragten Neubaus (bei gleichzeitiger Schließung des Altbetriebes dort)
ergibt sich dort eine Erhöhung um 110.000 Tieren/Tag.  In Wietzen haben wir damals gut 900 Einwendungen organisiert. Es gibt keine Genehmigung
bisher!

Zusammen wäre dies eine Zusatzmenge von 222.000 Tieren/Tag, die Neubauten von 330 Mastanlagen á 40.000 Hühner nötig machen würden.

Dies gilt es u.M. nach zu verhindern. Daher haben wir innerhalb kürzester Zeit die 842 (!!!) Antragsunterlagen gelesen und eine Vorlage für
Einwendungen – die jede/r in Deutschland erheben darf – erarbeitet. Diesmal als Download und nicht  - wie sonst gewohnt – zum Generieren.

Dazu bitte wie folgt vorgehen::

1.       Diesen Link anklicken:
2.       Eigenen Namen, eigene Adresse oben rechts und Ort und Datum unten links eingeben
3.       2-seitige Einwendungsvorlage abspeichern und dann herunterladen (downloaden)
4.       Einwendung unbedingt unterschreiben
5.       Und dann entweder per Post oder per Fax an die Genehmigungsbehörde (Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg) schicken
6.       Die Einwendung muss bis zum Montag, 24.11.2014 – 24:00 Uhr - bei der Behörde eingegangen sein.

Wir bitten wirklich alle hierzu Einwendungen zu erheben und diese Bitte großzügig weiter zu verteilen. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Hettwer
Sprecher
Landesnetzwerk Niedersachsen
Bauernhöfe statt Agrarfabriken

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Das Landesnetzwerk Niedersachsen Bauernhöfe statt Agrarfabriken ist ein Zusammenschluss von über 130 Bürgerinitiativen und Verbänden aus Niedersachsen die sich
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Von/from:
Landesnetzwerk Niedersachsen
Bauernhöfe statt Agrarfabriken
Westerhagen 34
D-30890 Barsinghausen
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26/05/2014

Armes Schwein?

---------- Weitergeleitete Nachricht ----------
Von: Eckehard.Niemann <eckehard.niemann@gmx.de>
Datum: 26. Mai 2014 09:59
Betreff: NDR heute um 22 Uhr: Armes Schwein
An: "eckehard.niemann" <eckehard.niemann@freenet.de>




Hier ein Hinweis auf eine interessante Sendung zur Schweinehaltung heute abend,
außerdem in Anlage weitere Fakten zum Thema.
Gern auch zum Weiterverbreiten.
Mit freundlichen Grüßen z.K.
Eckehard Niemann, AbL Niedersachsen/Bremen
29553 Varendorf

NDR 45 Min

Armes Schwein?
Montag, 26. Mai 2014, 22:00 bis 22:45 Uhr
Die Deutschen lieben Schweine, vor allem deren Fleisch auf dem Teller. 39 Kilo verzehren wir Deutschen davon pro Jahr und Kopf. Dafür wurden 2013 fast 60 Millionen Tiere geschlachtet und verarbeitet. Gleichzeitig hat die Schweinehaltung einen miserablen Ruf, vor allem die konventionelle Massentierhaltung. Wie passt das zusammen?

Kernfrage des Films: Wie elend geht es Schweinen wirklich?

Diese 45 Min Dokumentation will herausfinden, ob es den Schweinen hierzulande wirklich elend geht. Wenn Tausende Tiere auf einem Großbetrieb leben, müssen sie dann zwangsläufig auch leiden? Der Film folgt dem Lebensweg eines ganz normal gezüchteten Schweines, von der Besamung bis zu seiner Zerlegung. Und er beantwortet die Frage, ob mit industrieller Tierhaltung gesundes Fleisch produziert werden kann.

Kompromisse bei der Schweinefleischerzeugung erforderlich?

Die Schweinehalter Heinrich und Nadine H. sind stolz auf ihre Arbeit. Ihr Betrieb mit über 1.200 Sauen gehört zu den großen Ferkelhöfen in Niedersachsen. Mit Hingabe kümmern sie sich um die Tiere im Stall. Begrenzter Platz, kontrollierter Medikamenteneinsatz, kupierte Schwänze und geschliffene Ferkelzähne gehören für Familie H. zu den notwendigen Kompromissen, die sie eingehen müssen, um den enormen Bedarf an Schweinefleisch zu decken. Sie haben keinen Zweifel daran, dass es ihren Tieren gut geht. Trotzdem werden die Ferkelzüchter immer wieder als Tierquäler angegriffen. Und bei jedem neuen Fleischskandal im Lande fühlen sie sich unter Generalverdacht.

Wie sieht das Fleischgeschäft bei Mästern und Schlachthöfen aus?

Autor Sven Jaax zeigt die Möglichkeiten, Mechanismen, Vorschriften und Zwänge, die den Alltag der Schweinebranche bestimmen, und deren Folgen für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Die Recherche führt das Filmteam zu einem Mäster mit 4.000 Tieren und auf Schlachthöfe.
Redaktion
Sabine Reifenberg
Produktionsleiter/in
Michael Schinschke
Regie
Sven Jaax
Autor/in
Sven Jaax
Redaktionsleiter/in
Christoph Mestmacher-Steiner
Viele Grüße

Rita Heß

www.unsbuergernstinkts.de
email: bi@unsbuergernstinkts.de

Mitglied im Landesnetzwerk SH
Bauernhöfe statt Agrarfabriken

14/05/2014

Pressemitteilung Bürgerinitiative-Netzwerk

Pressemitteilung Bürgerinitiativen-Netzwerk unterstützt Bernburger Initiative gegen Mega-Schlachthof  

Der Vertreter der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) im bundesweiten Netzwerk „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“, Eckehard Niemann, hat der Bürgerinitiative „Keine Schweinerei“ bei ihrem Kampf gegen den geplanten Mega-Schlachthof Bernburg (Sachsen-Anhalt) die Solidarität und Unterstützung von 250 Bürgerinitiativen und Verbänden zugesichert. Widerstand gegen die unsinnigen und schädlichen Pläne des italienischen Investors sei angesagt, weil dessen Schlachthof zu Hunderten weiterer Tierfabriken führen und die ruinöse Fleisch-Überproduktion noch weiter erhöhen würde – zu Lasten von ganzen Regionen, Bauernhöfen, Tieren und bestehenden Arbeitsplätzen. Das agrarindustrielle System einer soja-import-gestützten Produktion von Überschüssen, die hier zu deutschen Kosten erzeugt und zu brasilianischen Konkurrenz-Billigpreisen in die immer engeren Märkte von Russland und China exportiert würden, führe schon jetzt zu Konkursen und wirtschaft-lichen Schieflagen in der Fleischindustrie. Sinnvolle Arbeitsplätze und Wertschöpfung in lebendigen ländlichen Regionen bringe nur eine Agrarwende mit artgerechter Tierhaltung in flächengebundenen, bäuerlichen Strukturen und mit mittelständisch-handwerklicher Verarbeitung. Niemann erinnerte an die kürzliche Verhinderung eines Großschlachthofs im niedersächsischen Ahlhorn durch eine Bürgerbefragung und forderte Kommunalpolitik, Landesregierung und Bauernverband auf, ihre perspektivlose und bürgerferne Agrarindustrie-Strategie aufzugeben – der anstehende Bürgerentscheid in Bernburg im Juli werde hoffentlich ein deutliches Zeichen dagegen setzen.
 Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft  e.V. Landesverband Niedersachsen/Bremen - Pressesprecher :
 
Eckehard Niemann, Varendorferstr.24, 29553 Bienenbüttel
T: 0151 - 11 20 16 34,  Mail: eckehard.niemann@freenet.de
 

28/04/2014

Bauernhöfe statt Agrarfabriken



---------- Weitergeleitete Nachricht ----------
Von: Eckehard.Niemann <eckehard.niemann@gmx.de>
Datum: 26. April 2014 20:41
Betreff: Weiteres Medienecho NEULAND
An: "eckehard.niemann" <eckehard.niemann@freenet.de>



Hallo,
hier anbei z.K. ein Teil des Medien-Echos auf die weiteren Entwicklungen im Neuland-Skandal.
Mit freundlichen Grüßen
Eckehard Niemann 29553 Varendorf



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Rita Heß

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Bauernhöfe statt Agrarfabriken



NEULAND e.V.
Baumschulallee 15
53115 Bonn
Tel. (0228) 6 04 96-0
Fax (0228) 6 04 96-40
E-Mail: verein@neuland-fleisch.de
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NEULAND e.V. Baumschulallee 15 53115 Bonn




Pressemitteilung



Bonn, den 23.04.2014
Neuland bedauert Betrug und zieht Konsequenzen

In einer Sonder-Vorstandssitzung hat sich der Verein „Neuland e.V. – Verein für tiergerechte und umweltschonende Tierhaltung in der Landwirtschaft“ intensiv mit den Vorwürfen gegen einen Hähnchen-Betrieb befasst, der nicht den Richtlinien entsprechende Lieferungen an die Neuland-Vermarktungs GmbH Bad Bevensen geleistet hat. Zu den Vorwürfen und dem Ergebnis der heutigen Sitzung erklärt Neuland e.V.:

Wir tragen als Verein und Lizenzgeber eine Verantwortung für die jetzt offenbar gewordenen Kontroll- und Sanktionslücken. Auch wenn ein Betrug nie auszuschließen ist, bedauern wir, ihn nicht früher erkannt zu haben. Es tut uns außerordentlich leid, wir entschuldigen uns bei allen Verbraucherinnen und Verbrauchern und auch bei den aufrechten Neuländerinnen und Neuländern, die ebenfalls unter dem Betrug leiden. Es wird eine Kraftanstrengung sein, enttäuschtes Vertrauen wieder aufzubauen.

Den Betrug werden wir mit allen uns und der Vermarktungs-GmbH Bad Bevensen zur Verfügung stehenden Mitteln ahnden. Die Beratungen über Konsequenzen sind mit der heutigen Sitzung noch nicht beendet, es wurden jedoch folgende erste Schritte vereinbart:

  • Höhere Kontrolldichte: Der vom Neuland e.V. bereits vor den bekanntgewordenen Vorwürfen eingeschlagene Weg zur höheren Kontrolldichte wird fortgesetzt.
  • Lückenlose Warenflusskontrolle: Im Besondern verstärken wir die Kontrollen des Warenflusses zwischen den einzelnen Stufen der Erzeugung bis zur Ladentheke.
  • Geschlossene Neuland-Kreisläufe: Der Zukauf von Küken, der in diesem Fall als Lücke im Besonderen identifiziert wurde, soll vermieden werden, indem die Aufzuchtkapazitäten auf Neuland-Betrieben ausgebaut werden.
  • Weitere Konsequenzen: Der Vorstand erwartet, dass die Vermarktungs-GmbH in ihrer morgigen Gesellschafterversammlung den Vorfall intensiv berät und für sich die notwendigen Konsequenzen zieht.
  • Beauftragung externer Überprüfung: Zusätzlich wird der Neuland e.V. eine unabhängige Überprüfung der Vermarktungs-GmbH in Bad Bevensen beauftragen.
Die drei Trägerverbände von Neuland e.V., die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und der Deutsche Tierschutzbund (DTSchB), sind sich einig, dass die Landwirte, die mit ihrem besonders respektvollen Umgang mit Tier und Umwelt vorangehen, auch weiter eine wirtschaftliche Perspektive behalten müssen. Seit 25 Jahren bietet der Neuland e.V. dafür einen Rahmen und wird dies konsequent fortsetzen. Neuland hat gezeigt, dass eine artgerechte Tierhaltung in der Praxis möglich ist und damit einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, die Intensivtierhaltung gesellschaftlich in Frage zu stellen und Verbraucherinnen und Verbrauchern eine tiergerechte Alternative zu bieten. Umso bedauerlicher ist der aktuelle Vorfall. Klar ist aber auch: Eine tiergerechte und umweltschonende Landwirtschaft geht mit Neuland. Jetzt erst Recht.

Hinweis an die Redaktionen: Für Nachfragen ist der Bundesgeschäftsführer Neuland e.V., Jochen Dettmer, unter der Handynummer 0172 / 81 26 337 erreichbar.


Bauernhöfe statt Agrarfabriken



---------- Weitergeleitete Nachricht ----------
Von: Eckehard.Niemann <eckehard.niemann@gmx.de>
Datum: 26. April 2014 23:11
Betreff: Herumeiern und Ursachenklitterei des Bauernverband-"Bauernblatts" Schleswig-Holstein zum Raiffeisenverbands-Agrarfabriken-Kurs
An: "eckehard.niemann" <eckehard.niemann@freenet.de>

Mit freundlichen Grüßen z.K.
Eckehard Niemann, AbL Niedersachsen/Bremen
29553 Varendorf

Das bauernverbandsgeprägte "Bauernblatt" Schleswig-Holstein eiert mit vagen Ausführungen herum bei der Frage der auch bauernverbandsverursachten Agrarindustrialisierung und verschiebt die Verantwortung dafür auf den (nur angeblichen) Widerstand gegen neue bäuerliche Milchviehanlagen und die dabei anfallenden Genehmigungskosten...
Hervorhebungen durch mich:

Kommentar Bauernblatt Schleswig-Holstein
25.04.2014 -  

Ade Familienbetrieb?

Liebe Leser, mit einer Botschaft, die aufhorchen lässt und nachdenklich stimmt, wartete Manfred Nüssel in der Woche vor Ostern auf. Der  Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes   sagte  bei  der Eröffnung der  Milchviehanlage in der Agrargenossenschaft Heideland in  Kemberg (Sachsen-Anhalt): „Die deutschen Milcherzeuger sind gut für die quotenfreie Zeit gerüstet.“ Da hat er recht.  Vor dem geneigten Publikum erklärte der gebürtige Oberfranke aber zugleich: „Die Zukunftsinvestition in ein leistungsstarkes Melkzentrum für  1.200 Kühe  stellt einen Meilenstein für den unternehmerischen Erfolg dar und ist die richtige Antwort auf den Wegfall der Milchquotenregelung im Jahr 2015.“ Wollte Nüssel  nur nett gegenüber den Gastgebern sein, oder meinte er es ernst mit dem Meilenstein 1.200 Kühe? Wir wissen es nicht.

Was wir aber wissen, ist: Der typische bäuerliche Familienbetrieb, der noch immer die deutsche Landwirtschaft prägt, zeigt seit Generationen, dass er durchaus Meilensteine des unternehmerischen Erfolges zu setzen in der Lage ist. Bislang in aller Regel mit deutlich weniger als 1.200 Kühen. Das Management des Hofes, das Können und die Leidenschaft des Betriebsleiters zählen. Die Herdengröße steht   dabei nicht unbedingt an erster Stelle. Größe gibt keine Antwort auf den künftig quotenfreien Milchmarkt, wenn die  Rentabilität nicht stimmt. Hinzu kommt: Der bäuerliche Familienbetrieb spiegelt – noch –  das Strukturbild wider, das Gesellschaft und Politik aus gutem Grund auch in der Zukunft erhalten wollen. Einig sind sich Politik, Agrarwissenschaft, Beratung und Verbände: Die mittelständischen Betriebe bilden das Rückgrat der Landwirtschaft und des ländlichen Raumes.  Wird das auch so bleiben?

Gerade diese Höfe stehen vor großen Herausforderungen. Haben sich die vorigen Generationen mit moderaten Entwicklungsschritten dem Wettbewerb angepasst, sind sie heute quasi gezwungen, zwei Stufen auf einmal zu nehmen. Nicht von ungefähr rechnet Dr. Willy Boß, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der gemeinnützigen Landgesellschaften, damit, dass sich der Strukturwandel in der Tierhaltung weiter beschleunigt (Seite 10). Das will die Politik zwar nicht, doch trägt sie maßgeblich die Verantwortung dafür. Denn der Wettbewerb ist nur ein Teilgrund dieser Entwicklung. Boß argumentiert, die wachsenden Anforderungen an die Tierhaltung und ein steigender Aufwand für Genehmigungsverfahren – vom ungebrochenen Widerstand gegen Stallbauten abgesehen – „begünstigen tendenziell große Einheiten“. Sprich, Investitionen in Großanlagen rechtfertigten am ehesten die „Zusatzkosten“, die bei der Realisierung des Vorhabens anfallen.

Das heißt nichts anderes, als dass die Politik kraft ihrer Administration indirekt größere Stallanlagen protegiert, die offenkundig ihrer gegenwärtigen agrarstrukturellen Vorstellung widersprechen. Das erinnert an die Bürger zu Schilda, von denen der Volksmund noch heute spricht. Schildbürgertum und Politik scheinen mitunter seelenverwandt zu sein. Dieser Umstand zwingt zum Handeln. Bezogen auf den Strukturwandel müssen Politik, aber vor allem auch Agrarökonomen und Berufsstand das Leitbild für die deutsche Landwirtschaft schärfen und gegenüber der Gesellschaft klarer kommunizieren. Welche Betriebsform und -größe  sollen es künftig  sein, welche Standards sollen dann gelten ...? 1.200 Kühe als Meilenstein zu bezeichnen ist produktionstechnisch sicherlich angemessen, agrarstrukturell und gesellschaftlich  sorgt das  für Irritationen.  Ade bäuerlicher Familienbetrieb? Ralph Judisch

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Bauernhöfe statt Agrarfabriken

11/04/2014

Betreff: TOP-AGRAR-Umfrage zu Tierobergrenzen je Betrieb



---------- Weitergeleitete Nachricht ----------
Von: Eckehard.Niemann <eckehard.niemann@gmx.de>
Datum: 7. April 2014 23:05
Betreff: TOP-AGRAR-Umfrage zu Tierobergrenzen je Betrieb
An: "eckehard.niemann" <eckehard.niemann@freenet.de>




Zum Mitmachen diesen Link anklicken:

http://www.topagrar.com/



Frage der Woche
Vielen Dank für Ihre Teilnahme
Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus fordert die Bundesregierung auf, für Rinder, Schweine und Geflügel einheitliche Tierobergrenzen je Betrieb zu definieren. Was halten Sie davon?
  • richtig, verbessert die Akzeptanz der Nutztierhaltung (26 %)

  • besser den Viehbesatz pro Hektar begrenzen (31 %)

  • falsch, wir haben schon ein ausreichendes Umwelt- und Tierschutzrecht (36 %)

  • weiß nicht (6 %)

716 Teilnehmer


Topagrar.com - Lesen Sie mehr auf: http://www.topagrar.com/


Freundliche Grüße
Eckehard Niemann
29553 Varendorf
Frage der Woche
Vielen Dank für Ihre Teilnahme
Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus fordert die Bundesregierung auf, für Rinder, Schweine und Geflügel einheitliche Tierobergrenzen je Betrieb zu definieren. Was halten Sie davon?
  • richtig, verbessert die Akzeptanz der Nutztierhaltung (26 %)
  • besser den Viehbesatz pro Hektar begrenzen (31 %)
  • falsch, wir haben schon ein ausreichendes Umwelt- und Tierschutzrecht (36 %)
  • weiß nicht (6 %)
716 Teilnehmer


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Viele Grüße

Rita Heß

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Frage der Woche
Vielen Dank für Ihre Teilnahme
Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus fordert die Bundesregierung auf, für Rinder, Schweine und Geflügel einheitliche Tierobergrenzen je Betrieb zu definieren. Was halten Sie davon?
  • richtig, verbessert die Akzeptanz der Nutztierhaltung (28 %)
     
  • besser den Viehbesatz pro Hektar begrenzen (32 %)
     
  • falsch, wir haben schon ein ausreichendes Umwelt- und Tierschutzrecht (36 %)
     
  • weiß nicht (4 %)
     
2122 Teilnehmer


09/04/2014

Fargau, ein beschauliches Dorf oder die Leute werden immer empfindlicher

Im Bau der sogenannte "Wellness-Stall" von Landwirt Petersen

gegenüber der  Fargauer Kirche. Anlass zahlreicher Kirchenaustritte

Aus dem Archiv der Kieler Nachrichten vom 14.12.2012 http://www.kn-online.de/Lokales/Ploen/Bau-des-Kuhstalls-umstritten
Fargau

Bau des Kuhstalls umstritten

Von Jessica Bunjes | 
Neuer Ärger: Der geplante Bau eines Kuhstalls schräg gegenüber der Fargauer Kirche ist der Auslöser.  Den Bau initiierte Landwirt Detlef Petersen, gerade zurück getretener Gemeindevertreter. 

Empörung machte sich in der Bürgerversammlung Luft. Doch am Freitag genehmigte die Gemeinde das Projekt.
Fargau-Pratjau. Der Kuhstall soll für 436 Tiere ausgerichtet sein. Doch Geruch und Fliegen direkt in Kirchennähe sind Hauptkritikpunkte der aufgebrachten Bürger, die gegen den Bau des Kuhstalls protestierten. Bürgermeister Hans-Joachim Lütt hingegen argumentierte: „Ein Landwirt baut einen Kuhstall, das ist ein ganz normaler Vorgang, die Leute werden immer empfindlicher.“ Petersen, der Land an zwei Betreiber der örtlichen Biogasanlage verkauft hat, an der er dritter Miteigentümer ist, erklärte auf der Sitzung: „Ich kann den Stall nicht woanders bauen, dann müsste ich täglich über das Gelände der Biogasanlage fahren, das ist eine Zersiedelung meines Betriebes und logistisch nicht möglich.“
Gemeindevertreter Udo Voß kritisierte, dass Eckhard Boll Mitbetreiber der Biogasanlage sei und damit ein „wirtschaftliches Interesse“ am Bau des Kuhstalls habe, weil die dort anfallende Gülle in der Biogasanlage verarbeitet werden soll. Sein Bruder Sönke Voß bekräftigte, dass auch Bürgermeister Lütt befangen sei, weil dessen Frau die Schwester von Bolls Ehefrau ist. Es kam zu einem Schlagabtausch: Voß unterstellte Amtsleiter Manfred Krumbeck, die Abstimmung beeinflussen zu wollen. Dierk Schüler erklärte, er fühle sich „teilweise verschaukelt“ wegen der schlechten Informationspolitik. Schließlich unterbrach Lütt die Sitzung.  Lütt und Boll erklärten sich für „befangen“. Der Bau wurde mehrheitlich des Stalls genehmigt.

Brief eines Fargauer Bürgers an den Kirchenvorstand Selent

Aus meiner Sicht wird durch die obige geplante Baumaßnahme eine der letzten Ruhe Oasen in unserem Dorf zerstört.
Der geplante Kuhstall ist ein reiner Industriebetrieb der durch seine Lage und Bewirtschaftung (direkt vor der Kirche), das Gesamtbild des Dorfes und die Friedhofsruhe zerstört.
Von Seiten der Kirche besteht nach meiner Meinung zu dem obigen Thema unbedingte Aufklärungsarbeit gegenüber ihren Gemeindemitgliedern und Besuchern der Fargauer Kirche sowie des FriedhofNach Sichtung der mir von der Bauaufsichtsbehörde zur Verfügung gestellten Bau- und Lageplänen zu obigem Bauvorhaben, bitte ich sie die Kirchenmitglieder über dieses Bauvorhaben zu informieren.
Die hierdurch zu erwartenden Auswirkungen und Beeinträchtigungen auf den Friedhofs- und Kirchenbesuch bitte ich sie neu zu überdenken. Ich glaube, dass sie diese bisher weit unterschätzen, vielleicht ist externer Sachverstand hilfreich.
Ich wünsche mir, dass sie dieser Informationspflicht in dem Gemeindebrief, oder in einer Extra-Mitteilung nachkommen, vielleicht können sie hierdurch weiteren Kirchenaustritten entgegenwirken.
Ich erwarte von Ihnen eine objektive, wertfreie Beurteilung zu dem Bauvorhaben und einen respektvollen Umgang mit den Besuchern des Friedhofes.
Ich persönlich fühle mich in meiner Trauerarbeit auf dem Friedhof von den zu erwartenden animalischen und maschinentechnischen Störungen mehr als unwohl und gestört.
Die zu erwartenden Emissionen, vorerst egal welcher Art und Größe, werden massiv die Friedhofsruhe stören (zerstören).
Von meiner Kirche erwarte ich eine klare Positionierung unter Berücksichtigung der anliegenden Baupläne und des Leitartikel Zitates, der von Frau Petersen verschickt wurde.
Bei ihren vorhandenen Flächenressourcen sollte es der Familie Petersen nicht schwerfallen einen für das Ortsbild akzeptablen Standort zu finden.
Dieser neu zu wählende Standort könnte meines Erachtens wesentlich zur Erhaltung des Dorffriedens und des Dorfbildes beitragen.
Hierzu erwarte ich ihre Unterstützung.
Mit freundlichen Grüßen
Gerd Preuske

Aus dem damaligen Kirchenblatt zum Thema:




Die alten Seilschaften sind bei der Kommunalwahl  2013 abgestraft worden. Sönke Voß von der Freien Wählergemeinschaft Fargau- Pratjau ist neuer Bürgermeister. Der Stall ist nach meinen Informationen für 597 Tiere ausgelegt, knapp unterhalb der von der Bundesregierung 2013 festgelegten Grenze. Von einem Einsatz der Grünen für artgerechte  Tierhaltung und allgemeines Tierwohl ist mir von der damaligen Bürgerversammlung nichts bekannt. Vehement unterstützt wurde das geplante Unternehmen allerdings von einer Fargauer Grünen, was viele Fargauer Bürger und auch mich erstaunte und zu einem Disput mit ihr führte.

http://grueneselent.blogspot.de/2013/11/ihre-unterschrift-fur-die-kuhe.html

http://klatschmohn-giessen.de/2013/05/neues-baurecht-begrenzt-agrarfabriken

Quelle: AbL-Pressemitteilung
 Als „weiteren Meilenstein auf dem Weg zum Ende der Agrarfabriken und für eine flächengebundene und artgerechte Tierhaltung in mittelständisch-bäuerlichen Strukturen “ bewertet dieArbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) die Einigung im Bundestag zum neuen Bundesbaugesetzbuch. Zu diesem Teilerfolg im Baurecht hätten neben vielen Bürgerinitiativen und Umwelt-, Tierschutz- und Agrar-Verbänden vor allem auch kommunale Spitzenverbände und bauern- und bürgernahe Parlamentarier aller Parteien beigetragen. AbL-Agrarindustrie-Experte Eckehard Niemann rief die Gemeinden auf, ihre neuen Rechte zu nutzen und keine Bebauungspläne mehr für gewerbliche Stallanlagen zu beschließen, die oberhalb der Grenzen von 1.500 Schweinemast-, 560 Sauen-, 30.000 Masthühner-, 15.000 Legehennen- , 15.000 Puten- oder 600 Rinderplätze lägen. Dies gelte auch für laufende Antragsverfahren.

Die bundesweit etwa 200 Bürgerinitiativen des Netzwerks „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“, auf deren Druck hin bereits mehr als 50 beantragte Tierfabriken direkt und mehrere hundert durch einen Rückzug potentieller Investoren verhindert worden seien, könnten die neuen Rahmenbedingungen nun umso erfolgreicher nutzen. Im Interesse bäuerlicher Betriebe liegen laut AbL auch die Filtererlasse für agrarindustrielle Großanlagen, die Vorgaben der EU zum Tierschutz und zur Verteilung der Fördergelder, ein Ende der Baurechts-Privilegierung auch für flächenstarke Großmastanlagen, eine echte Futterflächen-Bindung der Tierhaltung und die Beendigung der Systemabhängigkeit der Mast von Antibiotika.

Den Beschluss kommentiert der Vorsitzende des BÖLW, Felix Prinz zu Löwenstein:

„Wir begrüßen die Entscheidung des Bundestags, dass mit dem neuen Baugesetzbuch eine Begrenzung gewerblicher Massentieranlagen ermöglicht wird. Mit den neuen Regeln können Kommunen künftig mitbestimmen, welche Art von Tierhaltungs-Betrieben auf ihren Flächen wirtschaften darf. Dass der Bau von Großställen im Außenbereich darüber hinaus an Auflagen geknüpft werden soll, ist ein wichtiger Schritt in Richtung bäuerliche Tierhaltung und ein Erfolg der Arbeit von Umweltverbänden, Bauern- und Bürgerinitiativen. Auch die Regelung, dass Betriebe wie Öko-Höfe, die flächengebunden arbeiten und einen Großteil des Viehfutters auf dem eigenen Acker anbauen, von den Auflagen ausgenommen werden, ist ein Schritt hin zu Bauernhöfen statt Agrarindustrie. Wir fordern Landwirtschaftsministerin Aigner auf sich sowohl auf Bundesebene als auch in Brüssel weiter für tiergerechte und standortangepasste Tierhaltung einzusetzen.“