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21/10/2021

Doch genau das ist das alte Denken der vergangenen Jahrzehnte

 https://draft.blogger.com/blog/post/edit/2959978612106550723/1290096483948024819

Doch genau das ist das alte Denken der vergangenen Jahrzehnte. Seit Jahren ist doch der größte Fehler der Regierungen immer wieder gewesen, den Umweltschutz ins Umweltministerium zu verlagern, zugleich aber den zuständigen Ministerinnen und Ministern die nötige Macht und das nötige Geld zu verwehren. Und dann den Rest der Regierung einfach so weiter machen zu lassen wie bisher. Genau das hat dazu geführt, dass Klimaziele immer wieder gerissen wurden und auch sonst ökologisch in Deutschland viel den Bach hinunter gegangen ist.

All das wird sich nur ändern lassen, wenn die gesamte nächste Bundesregierung Klima- und Naturschutz künftig als ressortübergreifende Aufgabe begreift – und der Bundeskanzler persönlich auch. Beides aber ist längst nicht ausgemacht. Es ist gerade schließlich noch nicht sehr lange her, dass Scholz selbst als Finanzminister die Klimakrise ziemlich ignoriert hat.

Noch zu Beginn der letzten Legislaturperiode, das nur zur Erinnerung, hatte er für die Autoindustrie in Brüssel gekämpft. Und er war es auch, der in der Großen Koalition einen höheren CO₂ Preis verhindert hat – der menschengemachte Klimawandel lässt grüßen.

 

11/12/2018

08/12/2017

Wer Antworten auf die drängendsten Zukunftsfragen geben will, kommt an Umwelt- und Naturschutz nicht vorbei

19/12/2014

Kieler Nachrichten - Umwelt

Schleswig-Holstein

Der Niedergang der Tierwelt

Von Ulf B. Christen

Die einst bunte Tierwelt in Schleswig-Holstein wird immer trister. Mit der Riesenfledermaus ist im vergangenen Jahr eine weitere Art ausgestorben. Gefährdet sind inzwischen selbst Kaninchen und Mäusebussard. Der Artenschwund hat auch Konsequenzen für die Jäger: Rebhühner sind ganzjährig tabu.
 Kiel. „Man sieht oft nicht, was man verliert“, sagte Umweltminister Robert Habeck (Grüne). Deshalb sei der jetzt vorliegende Jagd- und Artenschutzbericht 2014 so wichtig. Er belege den Verlust von Arten, sei ein „Kompendium des Niedergangs“ und zeige eindrücklich, „wie die Natur unter der Intensivierung der Landwirtschaft, unter dem Bau von Straßen und Gewerbegebieten leidet, wie Lebensräume verschwinden und viele Arten mit ihnen“.
Die Riesenfledermaus, das Große Mausohr, ist laut Habeck ausgestorben. Bei den Wildbienen in Schleswig-Holstein ist die Entwicklung dramatisch. Von den einst 296 heimischen Bienenarten, darunter die Hummel, stehen 163 auf der Roten Liste. 70 davon sind bereits Geschichte. Den Bienen mangele es immer häufiger an Nahrung, weil „blütenreiche Lebensräume“ verschwänden, erklärte Habeck. Für Kinder wäre es heute selbst auf dem flachen Land fast unmöglich, einen Blumenstrauß zu pflücken.
Bedroht sind mittlerweile selbst Allerweltstierarten. „In manchen Kreisen, etwa Plön und Herzogtum Lauenburg, kommen Wildkaninchen faktisch nicht mehr vor.“ Wie rasant der Rückgang ist, zeigt die Jagdbilanz: In den 70er Jahren wurden jährlich mehr als 200 000 Kaninchen geschossen, im vergangenen Jagdjahr waren es gerade mal 9400. Habeck reagierte bereits im Frühjahr, verkürzte die Jagdzeiten für Kaninchen. Ob sich der Bestand erholt, ist offen, weil Krankheiten (Chinaseuche) grassieren.
 

01/06/2014

16/01/2014