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12/06/2022

Greenpeace-Studie belegt ökologische und finanzielle Vorteile einer Mehrwertsteuerreform

 https://klimaschutz-netz.de/index.php/erde-und-mensch/lebensstile/1844-mehrwertsteuerreform-fuers-klima-hilft-gegen-inflation

Hamburg. Eine Mehrwertsteuerreform, die klimaschädliche Steuervergünstigungen für Fleisch und Milchprodukte abschafft und Obst und Gemüse von der Mehrwertsteuer befreit, könnte Verbraucher:innen finanziell entlasten. Zugleich würden Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft vermindert. Das ist das Ergebnis einer Studie des Öko-Instituts im Auftrag von Greenpeace.


21/09/2019

Die Bundesregierung kann keinen Klimaschutz


Klimastreik vor dem Reichstag
 



Lieber Manfred Paukstadt,

ich bin überwältigt! Noch nie zuvor sind so viele Menschen für den Klimaschutz auf die Straße gegangen! Allein in Deutschland haben sich 1,4 Millionen Menschen in 575 Städten und Gemeinden gemeinsam für eine Zukunft ohne Klimakrise stark gemacht. Damit haben wir Geschichte geschrieben!

Danke an alle, die dabei waren! 
Und Danke an alle, die sich engagiert und diesen Tag möglich gemacht haben!

Was vor einem Jahr mit Greta Thunberg begann, die ganz allein vor dem schwedischen Parlament demonstrierte, ist zu einer gigantischen Protestwelle geworden. Weltweit sind gestern rund vier Millionen Menschen in 163 Ländern auf die Straße gegangen. Und das war erst der Anfang! In vielen Ländern sind schon für kommenden Freitag die nächsten Großdemonstrationen angekündigt.

Der Gegensatz zwischen der Entschlossenheit der vielen Menschen, die sich gestern für mehr Klimaschutz stark gemacht haben, und der Mutlosigkeit der Bundesregierung, könnte nicht größer sein.
 
 
Klimastreik in Weilheim

     

Die Bundesregierung kann keinen Klimaschutz
 
Was gestern von der Regierung als Klimaschutz-Paket veröffentlicht wurde zeigt: Die Große Koalition kann keinen Klimaschutz! Union und SPD fehlt offensichtlich der Mut, unsere Zukunft zu sichern.

Nach monatelangen Verhandlungen hat Kanzlerin Merkel gestern lediglich Eckpunkte für das so genannte Klimaschutzprogramm 2030 abgeliefert. Es ist nicht mehr als ein Klima-Päckchen - und Deutschland bleibt damit meilenweit hinter den Verpflichtungen aus dem Pariser Klima-Abkommen zurück. Selbst das eh schon schwache Klimaziel der Bundesregierung für 2030 wird so krachend verfehlt werden.

Ein Beispiel, an dem die Unfähigkeit der Regierung beim Klimaschutz besonders deutlich wird: Geplant ist ein lächerlich niedriger CO2-Preis, der Benzin und Diesel ab 2021 nur um wenige Cent pro Liter verteuern und zudem von einer höheren Pendlerpauschale wieder aufgehoben wird.

Mit dem Klima-Päckchen der Bundesregierung kommen wir zwar ein paar Schritte vorwärts: So wird die Deckelung beim Ausbau der Solarenergie endlich aufgehoben und mit einem Klimaschutzgesetz sollen die so genannten Sektorziele - also der Beitrag der verschiedenen Bereiche wie Verkehr, Landwirtschaft, Energie - endlich verbindlich festgelegt werden.

Aber der große Wurf, den wir angesichts der Klimakrise brauchen, ist damit nicht gelungen. Dieses Fazit ziehen neben Greenpeace auch zahlreiche Wissenschaftler*innen. Kein Wunder, dass sich gestern in den Sozialen Netzwerken der Hashtag #NotMyKlimapaket in Kommentaren zur Regierungsentscheidung in rasender Geschwindigkeit verbreitete.

     

#NotMyKlimapaket
 
Es macht mich wütend, dass sich die Bundesregierung erneut an den Interessen der Konzerne und nicht am klaren Willen der Bevölkerung orientiert hat.

Greenpeace fordert: Die Regierung muss dieses Papier zurücknehmen und mit mehr Ehrgeiz und Verantwortung erneut an die Arbeit gehen. Spätestens bis zur internationalen Klimakonferenz Anfang Dezember müssen Union und SPD ein Klima-Paket schnüren, das diesen Namen auch verdient und eine wirkliche Antwort auf die größte Krise der Menschheit gibt: mit einem schnelleren Kohleausstieg, einem Abschied von Diesel und Benzin und einem Ende der Massentierhaltung.

     

Was wir jetzt tun können? Dranbleiben!
 
Es gibt viele Möglichkeiten, wie Sie sich weiter für den Klimaschutz engagieren können. Wir haben eine ganze Reihe an ersten Ideen für Sie gesammelt:
 
Bleiben Sie Klima-Aktivist*in

     

Und auch wir bleiben dran! Wir lassen die Bundesregierung mit dieser mut- und wirkungslosen Klimapolitik nicht davon kommen.

Gemeinsam mit drei Familien, die unmittelbar von den Folgen der Klimakrise betroffen sind, haben wir die Bundesregierung verklagt. Am 31. Oktober wird Kanzlerin Merkel für das Versagen ihrer Bundesregierung beim Klimaschutz in Berlin vor Gericht stehen. 

Lassen Sie uns weiter gemeinsam Druck machen für echten Klimaschutz!

Liebe Grüße,

     
     

Lisa Göldner
 

Lisa Göldner
Kampaignerin für Klima & Energie
 

     




 

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01/07/2019

Um­welt­bun­des­amt für CO2-Steuer
Frei­han­dels­zo­ne sorgt Landwirte
Bedrohung der Weltkultur durch die Klimakrise.



06/02/2019

>Mit der Natur zu leben, nicht von ihr – das ist die Philosophie der Sámi. Seit Tausenden von Jahren bewohnen sie den hohen Norden Skandinaviens. Doch ihr Lebensraum ist bedroht. Von Stauseen, Plantagen, Nutzwäldern, Bergbau - und dem Klimawandel

09/01/2019

Giftmüll im Wattenmeer








Lieber Manfred Paukstadt,

Plastikmüll mit jeder Welle: Spielzeugpistolen und -messer, Plastiktüten, Kunstblumen und zahllose Verpackungen – ein Sammelsurium an oft absurden Konsumgütern spült die Nordsee an. Ich stehe am Strand von Borkum und mir blutet das Herz. Im Morgengrauen bin ich mit der ersten Fähre übergesetzt.
Mit mir haben zehn Greenpeace-Ehrenamtliche ihren Urlaub abgebrochen, um vor Ort zu helfen. Ein schwerer Sturm hatte zu Beginn des neuen Jahres die „MSC Zoe“ getroffen, eins der größten Containerschiffe der Welt. 281 Container gingen dabei über Bord, alles in unmittelbarer Nähe des ökologisch sensiblen Wattenmeers. Die meisten der Transportboxen sind weggetrieben und mittlerweile auf den Meeresboden gesunken.



Container mit gefährlichen Chemikalien noch verschollen
Was mich als Greenpeace Chemie-Expertin besonders besorgt: Einer der vermissten Container enthielt 1.400 Kilo Lithium-Batterien, die im Wasser Säure freisetzen und so Meereslebewesen schädigen können. Ein weiterer Container transportierte 25-Kilo-schwere Säcke mit einem gefährlichen Chemikaliengemisch: Peroxide gelten als hautreizend und leicht explosiv, Phthalate schädigen das Hormonsystem und die Fruchtbarkeit. Zwei bereits leere Chemikaliensäcke sind schon auf Borkum angespült worden.

Aber auch die Container mit den „normalen“ Plastik-Gegenständen sind ein Problem – sturmfeste Freiwillige sammeln an den Stränden, was immer die Flut anspült, darunter viele Anwohner, die freiwillige Feuerwehr und Feriengäste. Wir finden beim Aufräumen auch blaues Kunststoff-Granulat, kaum einen halben Zentimeter im Durchmesser. Dieses Mikroplastik macht uns Sorgen. Denn Mikroplastik reichert sich in der Nahrungskette an und ist mittlerweile auch schon im menschlichen Körper nachgewiesen worden. Wer soll diese winzigen Plastikteilchen aus dem Meer fischen, von den Stränden sieben – und was passiert mit all den Meerestieren und Robben vor Borkum, die das winzige Plastik verschlucken können?



Strandgut aus dem Unfall der MSC Zoe: heute Plastik-Pellets, morgen Mikroplastik



Die Schweizer Reederei MSC äußert sich eher ausweichend, man wolle die Kosten für die Ortung der Container und die Strandreinigung übernehmen. Das ist zu wenig.
Greenpeace fordert, dass MSC jeden der 281 Container bergen und den Inhalt fachgerecht entsorgen muss. Doch die Zeit drängt:
Denn letztlich zerreiben Wellen, UV-Licht und Wind den Plastikmüll zu Mikroplastik, das kaum gesammelt werden kann.


Wir bleiben dran
Unsere Greenpeace-Aktivist*innen sind weiterhin auf Borkum, um die Aufräumaktionen zu unterstützen. Wir sind in engem Austausch mit dem Havariekommando, das die Suche koordiniert, und haben unsere Schlauchboote und Schiffe angeboten. Und wir machen politischen Druck:
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) muss dieses Unglück zum Anlass nehmen, sich endlich für verpflichtende Ortungssysteme einzusetzen, mit denen über Bord gegangene Gefahrgut-Container auf See wiedergefunden werden können.







Ihre

Viola Wohlgemuth
Greenpeace-Expertin für Chemie

P.S.: Hand aufs Herz – es geht letztlich nicht nur um ein havariertes Containerschiff. Über kurz oder lang muss sich unser Konsumverhalten ändern. Plastikkram, der um die halbe Welt geschifft wird, bereichert unser Leben nicht wirklich, aber er zerstört nachhaltig die Umwelt!











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