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13/12/2020

Greenpeace Deutschland

Greenpeace von Greenpeace Deutschland

Weltweit steht das Klima, der Frieden und der soziale Zusammenhalt auf dem Spiel. Um etwas zu verändern, reicht das Bekenntnis zum sozialen, friedlichen und umweltgerechten Verhalten leider nicht immer aus. Es müssen Gesetze und Rechtsprechung hinzukommen. Der langjährige Greenpeace-Anwalt Michael Günther gibt in dieser Folge Hintergrundinformationen zur Rolle des Rechts bei zahlreichen Aktionen aus den letzen 40 Jahren. Sein erklärtes Ziel war es immer so zu argumentieren, dass die Richter*innen und Staatsanwält*innen zu Greenpeace-Förderern werden. Im zweiten Teil macht der damaligen Greenpeace-Kampaigner Dr. Christian Bussau anhand der Brent Spar-Kampagne deutlich, wie ein langer Protest und die konsequente Auseinandersetzung international geltendes Recht schaffen können.


Die Episode ist eine Audio-Datei aus der Serie des Podcast-Angebotes 40 Jahre Greenpeace - Jetzt erst recht!, die du hier downloaden und online anhören kannst. Informiere dich über den 40 Jahre Greenpeace - Jetzt erst recht! Podcast Download.

 

12/10/2020

Greenpeace Deutschland ist 40 Jahre im Kampf für die Umwelt unterwegs!

Jetzt erst recht - Aufgeben ist keine Option!
Greenpeace

Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise


Liebe/r Manfred Paukstadt,

Greenpeace Deutschland ist 40 Jahre im Kampf für die Umwelt unterwegs!

Dieses Kapitel der deutschen Umweltgeschichte beginnt sehr früh an einem kalten Montagmorgen. Im Hafen von Nordenham ketten sich Aktivist*innen einer neu gegründeten Umweltschutzorganisation in Deutschland namens Greenpeace an den Frachter Kronos Titan. Das Schiff kann nicht auslaufen.
Aktion auf de Wasser
13.10.1980: Die erste Greenpeace Aktion richtet sich gegen das Verklappungsschiff "Kronos" in Nordenham. 
Vor allem aber kann es nicht weitere giftige Blausäure in der Nordsee verklappen. 

Genau 40 Jahre ist es heute her, dass Greenpeace in Deutschland erstmals einen Umweltskandal aufdeckt. Leider war es nicht das letzte Mal.
Von Öl in alten Bohrtürmen über giftigen Chemikalien in Klamotten bis hin zu schädlichen Pestiziden: Immer wieder hat Greenpeace in den vergangenen vier Jahrzehnten massive Umweltprobleme dokumentiert. Oft konnten wir damit gegen den Widerstand von Wirtschaft und Politik zu ihrer Lösung beitragen, haben etwa den ersten FCKW-freien Kühlschrank bauen lassen, den Weg zu sauberen erneuerbaren Energien beschrieben und damit den Atomausstieg möglich gemacht oder neue Standards für saubere Kleider entwickelt.
Viel öfter aber hat die Umwelt in dieser Auseinandersetzung bislang verloren. Ob im Verkehr, der Landwirtschaft oder dem Meeresschutz: In vielen Bereichen muss sich vieles schnell ändern, damit wir nicht länger auf Kosten der Natur leben und unsere Lebensgrundlage zerstören. Es ist gut, dass eine junge Generation uns alle und vor allem Politiker*innen und Unternehmen gerade so nachdrücklich daran erinnert und zu schnellem Handeln auffordert. 

Wir blicken mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die letzten 40 Jahre zurück. Zusammen konnten wir einiges erreichen, doch es bleibt noch viel zu tun. 

Aktion in Hamburg

24.06.1981: Aktion gegen die Pestizidfabrik Boehringer in Hamburg 
Deshalb ist uns heute nicht nur zum Feiern zumute. Dazu sind die Zahlen aussterbender Arten zu erschreckend, sind die Bilder der Brände in vielen Erdteilen zu aufrüttelnd. Wir stecken mitten in einer dramatischen ökologischen Krise. Doch das nimmt uns nicht den Mut und die Zuversicht. Fatalismus ist der schlechteste Plan.

„Jetzt erst recht“

Greenpeace ist mit den Jahren gewachsen, zu einer großen Gruppe mit einem gemeinsamen Ziel. Gut 600.000 Förder*innen und Tausende Ehrenamtliche in mehr als 100 Städten unterstützen uns dabei, unsere natürlichen Lebensgrundlagen auch für unsere Kinder und Enkel*innen zu bewahren. Diese breite Unterstützung durch private Spender*innen und engagierte Umweltschützer*innen sichert unsere große Stärke: Kein Unternehmen, keine Partei redet bei uns durch Spenden mit. Greenpeace ist inhaltlich und finanziell vollkommen unabhängig von Wirtschaft und Politik.

Wie in den vergangenen 40 Jahren wollen wir uns mit all unserer Kraft weiter einsetzen: für den frühen Kohleausstieg, die Mobilitäts- und Agrarwende, für gesunde Meere und Wälder, für Frieden und gegen die Klimakatastrophe.

Es ist gut, Sie in diesem Anliegen an unserer Seite zu wissen.

Wenn Sie möchten, treffen Sie uns am Dienstagabend ab 19 Uhr für eine Stunde live auf Youtube. Moderiert von Dietmar Kress, berichten die Klimaexpertin Lisa Göldner, die Freiwilligenkoordinatorin Simone Knorr, der Pressesprecher Thomas Henningsen und der Geschäftsführende Vorstand Martin Kaiser und stehen in einem Live-Chat für Fragen und Meinungen zur Verfügung.

Mit ganz herzlichen Grüßen und besonderem Dank






Geschäftsführender Vorstand   Roland Hipp &  Martin Kaiser
Geschäftsführender Vorstand
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06/03/2020

Tierwohlabgabe






Ferkel - Dankeschön

Mit unserer Studie Tierwohl Fördern, Klima Schützen haben wir bewiesen, dass ein schneller Ausstieg aus der Massentierhaltung möglich ist. Wichtiger Bestandteil ist eine Tierwohlabgabe, die nun zu den Empfehlungen der Experten-Kommission zählt, die von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) beauftragt wurde. 

Zur Studie


 



Lieber Manfred Paukstadt,

ich wende mich heute an Sie, weil ich mich von ganzem Herzen für Ihre finanzielle Unterstützung bedanken möchte. Nur so können wir Expert*innen mit Studien beauftragen, wie wir Probleme in der industriellen Landwirtschaft lösen und die Agrarwende vorantreiben können.

Mit unserer Studie Tierwohl Fördern, Klima Schützen, die wir Mitte Januar veröffentlicht haben, zeigen wir, wie Deutschland schnell aus der Massentierhaltung aussteigen kann.

Jetzt Studie anschauen



-Im Rahmen der Studie wurden unterschiedliche Steuerkonzepte analysiert. Das Ergebnis: Um die CO2-Emissionen in der Landwirtschaft wirkungsvoll zu senken, muss der ermäßigte Mehrwertsteuersatz auf Fleisch- und Milchprodukte von 7 auf 19 Prozent angeglichen werden. Eine ergänzende zweckgebundene Tierwohlabgabe würde sicherstellen, dass das Geld der Verbraucher direkt an landwirtschaftliche Betriebe geht, die in bessere Haltungsbedingungen investieren.
Damit wäre ein schnelles Ende der Tierquälerei in der Landwirtschaft möglich. Verbraucher*innen würden mit maximal 10 Euro im Monat belastet. Wer weniger Fleisch- und Milchprodukte konsumiert, müsste weniger Steuern zahlen.

Tierwohl Fördern, Klima Schützen




Das große Plus fürs Klima: Der Ausstoß von Klimagasen aus der Landwirtschaft würde um rund 9 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr sinken - das entspricht den Emissionen von etwa 3,5 Millionen Pkws.

Mit großer Freude und auch ein wenig Stolz kann ich Ihnen heute berichten, dass unser Vorschlag in der Berliner Politik angekommen ist: Die Borchert-Kommission, das von Ministerin Julia Klöckner beauftragte Expertennetzwerk zum Umbau der Tierhaltung, hat in seinen Empfehlungen Anfang Februar die Tierwohlabgabe als wesentlichen Teil des Finanzierungskonzepts aufgenommen. Damit gibt es eine konkrete Handlungsvorlage für das Bundesministerium für Landwirtschaft. Die Agrarwende in den Ställen ist überfällig - und machbar! Jetzt liegt es an Frau Klöckner, die Vorschläge schnell umzusetzen.

Für solche Studien müssen wir externe Experten - in diesem Fall, einen renommierten Umweltrechtler und die Denkfabrik „Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft“ - beauftragen. Dieser Sachverstand hat einen Preis, den wir mit Ihrer Unterstützung finanzieren konnten. Darum möchte ich die Freude über das Erreichen dieses wichtigen Etappenziels mit Ihnen teilen. Sie haben diesen Erfolg möglich gemacht. Mein Versprechen an Sie - wir bleiben dran!






Martin Hofstetter

Marin Hofstetter
Landwirtschaftsexperte











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