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07/12/2020

Anne Will: Wie stabil ist Trumps feindliche Übernahme

24/02/2020

Nachricht des Tages


Nachricht des Tages

Habeck und Röttgen bei Anne Will
"Das ist Ideologie, Herr Röttgen, was Sie machen. Sie sagen: 'Rechts und links ist gleich. Wir sind die Mitte, wo wir sind, ist die Mitte und das ist nicht in Frage zu stellen. Wir würden Verrat an uns selbst begehen'. Das nenne ich Ideologie", so Habeck. Er warf Röttgen eine "falsche, die Wirklichkeit nicht akzeptierende Weltsicht" vor.
Aufgabe der Mitte – zu der sich die Grünen ja auch zählen, seit Habeck an der Spitze der Partei steht – sei es außerdem, Probleme zu lösen:
Habeck attestierte der CDU einen "Komplettausfall". Röttgens Konter folgte erst an späterer Stelle in der Sendung: "Dass die Mitte unterschiedlich definiert wird, Herr Habeck, das ist vielleicht okay. Unsere Vorstellung ist, dass es für die CDU in beide Seiten eine wohlbegründete Abgrenzung gibt. Die SPD und Grünen haben sich anders entschieden."

So reagierten die Zuschauer

Im TV-Duell Röttgen vs. Habeck kannten zumindest die Zuschauer, die sich auf Twitter äußerten, einen klaren Sieger. Kleiner Tipp: Er ist bereits Parteichef.

04/02/2020

Habeck will Preisdumping verbieten

Habeck will Preisdumping verbieten

Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck forderte von der Bundesregierung ein Verbot von Ramschpreisen bei Lebensmitteln. "Dieses Preisdumping im Supermarkt macht mich wütend. Das muss die Bundesregierung untersagen", sagte Habeck der "Bild am Sonntag". Er befürwortet einen "Tierschutzcent" auf tierische Produkte. "Damit wird der Umbau von Ställen finanziert und Tiere bekommen mehr Platz", sagte Habeck der Zeitung. Diesen kleinen Preisaufschlag würde der Verbraucher an der Kasse kaum merken.

 Edeka, Rewe, Aldi und die Schwarz-Gruppe mit Lidl sind die führenden Einzelhändler in Deutschland und kontrollieren nach Angaben des Bundeskartellamts zusammen mehr als 85 Prozent des Lebensmittelmarktes in Deutschland. Das gebe ihnen eine große Einkaufsmacht bei Verhandlungen mit den Erzeugern, erklärte Kartellamtspräsident Andreas Mundt im "Tagesspiegel". Er warnte die vier Marktführer: "Die Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels dürfen ihre Macht nicht dazu missbrauchen, die Konditionen einseitig zulasten der Erzeuger und Produzenten festzusetzen."
Quelle ARD Tagesschau

Nachtrag 4.1.
 Der Handel wehrt sich gegen den generellen Vorwurf, Lebensmittel zu „Dumpingpreisen“ zu verschleudern. „Da versuchen sich gleich mehrere Minister und dazu noch etliche Bundestagsabgeordnete auf Kosten des Handels zu profilieren und veranstalten ein regelrechtes Kesseltreiben, ohne wirklich die Fakten zur Kenntnis zu nehmen“, sagte Handelspräsident Josef Sanktjohanser dieser Tage im Interview.

Systematische Verkäufe unter Einstandspreis seien ohnehin gesetzlich verboten. Allerdings geht es dabei um das Wettbewerbsrecht. Im Rahmen einer EU-Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken (UTP-Richtlinie) soll die Überwachung verschärft werden. Innerhalb der Bundesregierung ist es zu einem Tauziehen gekommen, welche Behörde die Überwachung übernehmen soll: Klöckner plädiert für die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), Wirtschaftsminister Peter Altmaier, ebenfalls CDU, würde das ihm unterstehende Bundeskartellamt vorziehen.
Die UTP-Richtlinie solle die Bauern „auf Augenhöhe“ mit den Handelsketten bringen und deren Nachfragemacht relativieren, sagte Klöckner vor dem Treffen im Kanzleramt. Edeka, Rewe, Lidl und die beiden Aldi-Schwesterfirmen teilen sich 85 Prozent des deutschen LebensmittelhandelsDer Handel wehrt sich gegen den generellen Vorwurf, Lebensmittel zu „Dumpingpreisen“ zu verschleudern. „Da versuchen sich gleich mehrere Minister und dazu noch etliche Bundestagsabgeordnete auf Kosten des Handels zu profilieren und veranstalten ein regelrechtes Kesseltreiben, ohne wirklich die Fakten zur Kenntnis zu nehmen“, sagte Handelspräsident Josef Sanktjohanser dieser Tage im Interview.



Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck | Bildquelle: AFP

Fotos aus dem All
Dramatische Zerstörung unseres Planeten
Satellitenbilder aus 30 Jahren

https://programm.ard.de/?sendung=281062699806992

Die dreiteilige Reihe „Unsere Erde aus dem All“ gehört zu den ambitioniertesten Naturfilmproduktionen der vergangenen Jahre. Erstmalig werden Kameras eingesetzt, die an Satelliten die Erde umkreisen, und mit aufwendigen Drohnenaufnahmen kombiniert. Die Bilder zeigen unseren blauen Planeten aus völlig neuen Perspektiven.
In der ersten Folge zeigen die Aufnahmen aus dem Weltall rings um Korallenstöcke helle Ringe - ein Muster, das sich in vielen Riffen wiederholt. Sie stammen von algenweidenden Fischen, die sich aus Angst vor Raubfischen nie weit von den Korallen entfernen. Fehlen die Raubfische, so fehlen auch die abgeweideten Sandringe.
Im Herzen des Kongodschungels fällt ein großer heller Fleck ins Auge - eine 500 Meter lange Lichtung. Generationen von Waldelefanten haben sie erschaffen, indem sie in dem schlammigen Boden nach Mineralien schürfen. Auch das südaustralische Outback ist übersät von unzähligen kleiner Flecken. Wer hat nun da seine Hand - oder Pfote - im Spiel?
Satellitenbilder aus 30 Jahren, kombiniert und im Zeitraffer dargestellt, zeigen auf atemberaubende Weise, wie Flüsse immer wieder ihren Lauf ändern - aber auch, warum Madagaskar zu bluten scheint und ein junges Orang-Utan-Weibchen auf Borneo kaum noch eine Zukunft hat. Wenn wir Menschen der Erde unseren Stempel aufdrücken, so hinterlassen wir meist wohlgeordnete, teilweise wunderschöne Muster. Sie erzählen von bahnbrechenden Errungenschaften, die seit mehr als 10.000 Jahren unser Überleben sichern - aber auch von dramatischer Zerstörung. Nie zuvor konnte sie so erschreckend eindrucksvoll dokumentiert werden wie heute aus dem All.
Auch die bekannteste Schimpansen-Gruppe der Welt im tansanischen Gombe Nationalpark, erstmals von der berühmten Primatologin Jane Goodall beobachtet, droht mit dem Verlust ihres Heimatwaldes unterzugehen. Naturschützer und Einheimische aber haben gemeinsam einen Wandel bewirkt. Gemessen am Ausmaß der Zerstörungen mag er klein und unbedeutend erscheinen - und ist doch so entscheidend und so gewaltig, dass wir alle ihn sehen können - durch die Augen der Satelliten aus dem All.
 

25/10/2019

Der Vollhöfner Wald liegt in Altenwerder






Florian Zinnecker
Lieber Herr Paukstadt,
 
wenn jetzt gleich um 8.05 Uhr die Sonne aufgeht, macht sich ein Großaufgebot der Hamburger Polizei wieder daran, eine Gruppe radikaler Klimaschützer aus den Wipfeln des Vollhöfner Waldes zu räumen. Gestern Abend musste der Einsatz unterbrochen werden, Polizisten dürfen bei Dunkelheit nicht klettern.

Der Vollhöfner Wald liegt in Altenwerder – wenn Sie sich am Elbstrand auf den Alten Schweden stellen und haargenau nach Süden blicken, könnten Sie ihn theoretisch sehen, wäre nicht der Hafen im Weg. Dem Hafen wiederum ist der Wald im Weg, die Fläche, rund 45 Hektar, ist ausgewiesenes Hafenerweiterungsgebiet und gehört der Hamburg Port Authority (HPA). Mittelfristig sollen hier 30.000 Bäume fallen, damit der Hafen weiter wachsen kann. Hamburgs Naturschützer fordern, den Wald als Schutzgebiet auszuweisen, Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne), der in der misslichen Lage ist, beiden Seiten gerecht werden zu müssen, erklärt diplomatisch: Niemand habe die Absicht, hier einen Baum zu fällen, jedenfalls jetzt noch nicht. Ein Trupp Naturschützer hatte den Wald unterdessen aber schon für besetzt erklärt.

Dann begann eine Auseinandersetzung, in der es auch um Umweltschutz und Rechtsstaatlichkeit, vor allem aber ums Prinzip geht: In einem Wald, der im Moment gar nicht durch Anketten vor dem unmittelbaren Angriff der Harvester gerettet werden kann, errichteten die Besetzer (anfänglich waren es sieben, später einige mehr) ein Baumhaus. Die Polizei setzte ein Ultimatum, dann rückte ein Großaufgebot an und begann den Wald, in dem die Besetzung eigentlich nicht weiter störte, zu räumen, das Baumhaus abzureißen und den Besetzern in die Wipfel nachzuklettern. Heute geht es damit weiter.

Wer im Recht ist, lässt sich leicht feststellen: Es ist die Polizei. Es handle sich bei der Besetzung um eine nicht angemeldete Veranstaltung auf nichtöffentlichem Grund, teilte ein Sprecher auf Nachfrage mit. Die Besetzer hätten sich beanstandungslos einige Meter weiter auf öffentlichem Grund versammeln können, so aber müsse die Hafenverwaltung die Versammlung nicht dulden. Und das stimmt natürlich. Gesetze sind dazu da, um eingehalten zu werden, keine Frage.

Wenn sich die Hamburger Politik demnächst aber wieder der Fortschrittlichkeit ihrer Umwelt- und Klimaziele rühmt, dann wird es auch vollkommen legal sein, sich zu erinnern: was für einen enormen Aufwand der Staat gerade betreibt, ein paar Naturschützer aus einem Wald im hinteren Hafen zu befördern, letztlich nur, damit er in ein paar Jahren umstandslos beseitigt werden kann.

Quelle>DIE ZEIT

01/07/2019

05/03/2019

27/02/2019

Tiertransporte Videos YouTube

Videos 7:11 Tiertransporte ins Ausland: Oft schlimme Zustände | Unser Land | BR ... Bayerischer Rundfunk YouTube - 16.02.2018 5:48 EU/Türkei: Immer noch quälerische Tiertransporte | Europamagazin ARD YouTube - 29.08.2016 1:18 Von der Alm in die Türkei: grausame Tiertransporte VGT.Austria YouTube - 29.11.2018

30/01/2019




Giovanni di Lorenzo





Lieber Herr Paukstadt,

lesen Sie morgen in der neuen Ausgabe der ZEIT:

Warum berührt und polarisiert dieses Mädchen so? Die junge Aktivistin Greta Thunberg klagt die globale Elite wegen ihrer Klimapolitik an, und Tausende Schüler folgen. In Davos erzählt die schwedische Schülerin der ZEIT, was hinter ihrem Protest steckt und welche Hoffnungen sie sich macht.

Außerdem im Wirtschaftsteil: In Deutschland wird Wohnraum zu teuer gebaut. Dabei gäbe es längst interessante Alternativen, wie der Architekt Philipp Meuser beschreibt.

Die neue ZEIT – ab morgen am Kiosk!

Ihr

Giovanni di Lorenzo   
Chefredakteur


02/08/2018

So geht es nicht weiter, liebe Bauern!


Lebensmittel zu erzeugen, bleibt auch für eine Gesellschaft existenziell, die sich davon weitestgehend entfremdet hat. Wo Dürren, Fluten und Stürme immer dichter aufeinander folgen und es teils seit Monaten nicht mehr regnet, da geht das Risiko über zumutbare Witterungsschwankungen hinaus. Schon jetzt stehen viele Betriebe angesichts niedriger Preise und hoher Ausgaben für Betriebsmittel oder artgerechte Ställe mit einem Bein im Aus. So viele Bauern wie in den letzten fünf Jahren haben seit den Sechzigerjahren nicht aufgegeben. Wer auf dem Land noch Vielfalt erhalten will, der muss verhindern, dass sich das Höfesterben infolge der Klimakrise noch weiter beschleunigt.
Möglichen Nothilfeprogrammen würden die Bürger allerdings wohl noch lieber zustimmen, ginge es der Bauernlobby, die sich selbst "an der Frontlinie des Klimawandels" sieht, dort nicht vor allem um ihre eigenen Interessen; übernähme sie zugleich mehr Verantwortung für das klimapolitische Ganze. Die Energiewende stockt, die Verkehrs- und Wärmewende bleiben so gut wie aus – doch Kritik an einer Bundesregierung im klimapolitischen Backlashmodus hört man vom Bauernverband selten.

Nur halbherzige Klimastrategie

Außerdem ist die Landwirtschaft keineswegs nur Opfer des Klimawandels, sondern zugleich Teil des Problems. Sie verursacht rund acht Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen, in Verbindung mit dem gesamten Lebensmittelsystem sogar noch viel mehr. Zwar hat der DBV vor Kurzem seine Klimastrategie aus dem Jahr 2010 fortgeschrieben. Doch auch sie dokumentiert eine Politik des Aufschubs.
Das erkennt man schon daran, dass die Emissionsminderungsziele, die bis zum Jahr 2020 angestrebt waren, auf 2025 verschoben werden mussten. Die schöne Formulierung dafür lautet, dass eine "Streckung der Zeiträume erforderlich" sei. Jenseits dessen setzt der DBV vor allem darauf, mithilfe neuer Technologien energieintensiv erzeugte Dünge- und Spritzmittel einzusparen. Wenn aber zugleich mehr produziert wird, dann könnte sich der erzielte Einspareffekt auch wieder verringern.

Zeit für Innovationen für den DBV

Und: Jeder tiefer gehende Wandel wird vermieden – allem voran die Abkehr von der Exportorientierung bei Milch und Fleisch. An der Massenproduktion tierischer Erzeugnisse hält der DBV fest, obwohl ihr mehr als die Hälfte der Klimagasemissionen der Landwirtschaft zugeschrieben werden. Ähnlich beim Ackerbau: Da würde ein systematischer Humusaufbau mit Methoden des Biolandbaus nicht nur helfen, Nährstoffe und Wasser besser im Boden zu halten; ein guter Boden speichert auch große Mengen CO2. Oder: Agroforstsysteme, bei denen Bäume und Sträucher gemeinsam mit unterschiedlichen Früchten auf dem Feld wachsen, kühlen das Mikroklima und halten ebenfalls mehr Feuchtigkeit.
Für solche einschneidenden Neuerungen allerdings engagieren sich zumindest die Funktionäre des DBV höchstens mal halbherzig. So zeigen die aufgerissenen Felder und vergilbten Wiesen dieses Hitzesommers: Es ist höchste Zeit, dass die Bauern endlich im Präsens ankommen. Damit sie eine Zukunft haben. Sie und wir.