Ulf. B. Christen zum Öko-Kurs der CDU
Die
Nord-CDU rückt mit Blick auf die Landtagswahl in gut 20 Monaten in die
politische Mitte. Davon zeugt auch der aktuelle Kurswechsel in der
Landwirtschaftspolitik. Die Union, bisher der politische Arm des
Bauernverbandes, greift die wachsende Kritik an Agrarfabriken auf und
schließt einen Burgfrieden mit dem stets gescholtenen Natur- und
Umweltschutz.
Allerdings ist auch bei der CDU Papier geduldig. Die
strukturkonservative Partei dürfte sich mit dem Öko-Kurs schwer tun. Und
auch die Fraktion muss erst noch beweisen, dass sie es mit der
schwarzen Agrarwende ernst meint. Den ersten Testfall gibt es heute. Das
Kabinett will ein neues Landesnaturschutzgesetz auf den Weg bringen,
der Bauernverband dagegen lautstark vor der Tür protestieren – und das
mit oder ohne CDU.