18/01/2020

Bürgerschaftswahl 2020 – alle News und Hintergründe
Podcast „Entscheider treffen Haider“



In der zweiten Folge der Spezial-Ausgaben von „Entscheider treffen Haider“ zur Bürgerschaftswahl hat Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider mit Robert Habeck, dem Bundesvorsitzenden der Grünen, und Katharina Fegebank gesprochen.

Indonesien: Die Hauptstadt Jakarta versinkt Indonesien: Die Hauptstadt Jakarta versinkt

Julia Klöckner kritisiert Verbraucherinnen und Verbraucher

Julia Klöckner kritisiert
Verbraucherinnen und Verbraucher 
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Hallo Manfred Paukstadt, Demonstrationen für mehr Umwelt- und Klimaschutz, Bauernproteste und Treckerblockaden: Rund um die internationale Agrarmesse „Grüne Woche“ wird dieses Jahr besonders hitzig und zugespitzt über Landwirtschaft und Ernährung diskutiert. Viele Menschen fordern Veränderungen ein – und wie orchestriert haben Bundesernährungsministerin Julia Klöckner und der Bauernverband die Bühne der Grünen Woche genutzt, um darauf mit einer plakativen Debatte über die Verantwortung der Einzelnen beim Einkauf zu antworten. Mehr noch: Es ist ein regelrechtes Bashing von uns Verbraucherinnen und Verbrauchern.
Die pauschale Botschaft, für die das Bundesministerium sogar eine eigene Plakatkampagne unter dem Titel „Du entscheidest“ gestartet hat: Wir schätzen Lebensmittel nicht ausreichend wert und sollen doch bitte einfach mehr Geld für Essen ausgeben. Mit unserer Schnäppchen-Mentalität tragen wir die Schuld für all die Missstände, von untragbaren Zuständen in der Tierhaltung bis zu den Umwelt- und Klimafolgen landwirtschaftlicher Produktion.
Wir bei foodwatch wissen, dass solche Aussagen durchaus bei vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern verfangen. Richtig ist, dass wir – selbstverständlich! – eine Verantwortung für die Folgen unseres Tuns haben. Und natürlich gibt es Menschen, denen beim Einkauf nichts wichtig ist außer einem günstigen Preis. Doch die Pauschalkritik der Ministerin ist falsch und noch dazu ziemlich dreist. Warum? Die wichtigsten Argumente:

  • Als zentralen Fakt nennen Frau Klöckner und andere, dass wir in Deutschland nur einen geringen Anteil (etwa zehn Prozent) unseres Einkommens für Lebensmittel ausgeben. Das stimmt, und das ist – prozentual – weniger als etwa in Italien oder Frankreich, die bei manchen als Sehnsuchtsländer der Esskultur gelten. Das belegt jedoch mitnichten die These von einer scheinbar kollektiven Geiz-ist-geil-Mentalität: Die geringen Pro-Kopf-Anteile sind nämlich kein Zeichen für eine mangelnde Wertschätzung für Lebensmittel, sondern ganz einfach Ergebnis unseres Wohlstands und anderer ökonomischer Umstände. Denn wir müssen nur deshalb einen so geringen Anteil unseres Einkommens für Essen ausgeben, weil unser Einkommen so hoch ist (viel höher als in Italien oder Frankreich) – und weil die Lebensmittelpreise wegen des massiven Konkurrenzkampfs der Handelskonzerne deutlich niedriger sind als in diesen Ländern. Was uns hier als vermeintliche Logik verkauft wird, ist in Wahrheit ein Trugschluss. Denn wenn die Menschen in den ärmsten Ländern der Welt 80 Prozent ihres Einkommens oder mehr für Essen ausgeben, so ist dies schließlich auch keine Frage ihrer Einstellung – sondern die blanke Not. Eigentlich ist es ganz einfach: Wer viel Geld hat, kann sich viel Luxus leisten und muss nur einen kleineren Anteil für Notwendiges wie Essen ausgeben. Über diese Zusammenhänge setzt sich Frau Klöckner hinweg und nutzt die Zahlen für eine ganz andere Erzählung.
  • Besonders plump ist die Forderung, Verbraucherinnen und Verbraucher sollten doch einfach mehr Geld für Essen ausgeben – und damit den Eindruck zu erwecken, als würde dies die Probleme in Landwirtschaft und Tierhaltung lösen. Ohne Zweifel: Gerade Fleisch und tierische Lebensmittel werden oft viel zu billig angeboten. Erhält ein Bauer nur Dumpingpreise, kann er damit keine hohen Standards beim Umweltschutz oder in der Tierhaltung bezahlen. Doch meist  haben wir das alles  beim Einkauf gar nicht in der Hand: Kaufen wir das teuerste Produkt, heißt das nämlich längst nicht, dass zum Beispiel ein Bauer davon profitiert und dann plötzlich anders produzieren kann – den höheren Profit streichen vor allem die Supermärkte und Lebensmittelhersteller ein, ohne dass die Standards in der Produktion verbessert werden.
  • Wer ehrlich ist, sollte auch sagen: Ein höherer Preis garantiert bei Lebensmitteln gerade keine höhere Qualität. Die teure Markenmilch stammt womöglich von denselben Kühen und aus denselben Bedingungen wie das billigere No-Name-Produkt, das im Regal daneben steht. Das teure Fleisch ist teurer – aber stammt es deshalb von gesunden Tieren? Das alles erfahren wir nicht. Zu den teuersten Lebensmitteln, gemessen an den Produktionskosten, gehören zum Beispiel kleine probiotische Joghurts mit haltlosen Gesundheitsversprechen, Limonaden oder Junk Food von Markenherstellern, oftmals hergestellt mit billigem Zucker, billigem Palmfett, billigen Zusatzstoffen – die Produkte sind also teuer, aber eben gerade nicht von hoher Qualität.
Und so lenkt Ministerin Julia Klöckner mit ihrer Wertschätzungsdebatte vor allem von der eigenen Verantwortung ab. Denn offensichtlich ist doch: Viele von uns Verbraucherinnen und Verbrauchern wollen unnötiges Tierleid nicht mehr akzeptieren – sie erfahren aber nicht, unter welchen Umständen ein konkretes Produkt im Supermarkt hergestellt wurde. Viele Menschen wollen beim Einkauf etwas tun – für ihre eigene Gesundheit, für den Umweltschutz, für das Klima. Viele sind bereit, Verantwortung beim Einkaufen zu übernehmen – wenn sie nur die Qualität von Lebensmitteln zuverlässig vergleichen könnten. Doch sie erfahren ja nicht einmal, woher die Erdbeeren in der Marmelade kommen.
Mancher, der zu ökologischen Produkten greift, ist enttäuscht, dass bei allen Vorteilen selbst beim Bio-Siegel unnötiges Tierleid nicht ausgeschlossen ist, dass auch in der Bio-Eier-Produktion männliche Eintagsküken direkt nach dem Schlüpfen getötet werden dürfen, dass auch Lebensmittel, die mit hohem Wasserverbrauch oder schlechter Klimabilanz durch die halbe Welt gekarrt werden, das Siegel tragen dürfen. Die Menschen wünschen sich endlich bessere Hilfestellungen beim Einkauf. Warum macht Frau Klöckner nicht endlich Schluss mit tierquälerischen Praktiken, weil es dafür schließlich keine gute Begründung gibt? Und warum stärkt die Ministerin nicht die Informationsrechte der Menschen, sorgt für klare und verständliche Kennzeichnungen in lesbar großer Schrift? Warum mutet sie uns immer noch unzählige irreführende Versprechen zu und lässt uns im Dunkeln tappen, wie gut die Produkte wirklich sind?
Das anzugehen – und kein Verbraucherbashing – wäre die vordringliche Aufgabe für eine Bundesernährungsministerin.

Vielen Dank und herzliche Grüße
Ihr
Martin Rücker, Geschäftsführer

PS: Wir von foodwatch finden: Es gibt vieles, was die Verbraucherinnen und Verbraucher tun können. Die großen Probleme aber lassen sich nicht durch ein bestimmtes Einkaufsverhalten Einzelner verändern. Hierfür braucht es gute Regeln und Gesetze – deshalb ist die Politik gefragt. Es ist Frau Klöckner, die es in der Hand hätte, zum Beispiel die unhaltbaren Zustände in der Tierhaltung zu ändern. Deshalb werden wir nicht müde, unsere Forderungen weiter laut zu wiederholen und leeren Behauptungen Fakten entgegen zu setzen. Bitte unterstützen Sie uns dabei, am besten als Fördermitglied – je mehr wir sind, desto nachdrücklicher können wir Veränderungen einfordern!

Weitere Informationen:
Einen weiteren Text mit Quellen und ökonomischen Fakten finden Sie hier
Impressum

Herausgeber: foodwatch e.V., Brunnenstr. 181, 10119 Berlin, Deutschland
E-Mail: 
aktuell@foodwatch.de

Info-Telefon: 030 - 28 09 39 95
foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 B, AG Charlottenburg
Geschäftsführer sind Dr. Thilo Bode und Martin Rücker.

         
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17/01/2020

Habeck: “Das System prescht mit Vollgas in die falsche Richtung”


Was erwarten Sie jetzt von der Bundesregierung?
Die Bundesregierung hat einen Wissenschaftlichen Beirat. Dieser Beirat hält die Haltungsbedingungen der deutschen Nutztierhaltung für nicht zukunftsfähig. Die Bundesregierung hat die Erkenntnis ihres Expertengremiums seit fünf Jahren schwarz auf weiß vorliegen. Es ist dringlich Zeit, Konsequenzen zu ziehen.

Verbindung zum „Normalbürger“ wieder herstellen
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg

Verbindung zum „Normalbürger“ wieder herstellen

Die vielkritisierte Bürokratie abzubauen, sei unter allen Akteuren unstrittig. Auch die Düngemittelverordnung habe für alle ihre Tücken. „Aber weiter so viel zu düngen wie früher, das geht in der heutigen Zeit einfach nicht mehr“, sagt Malo. Er sei dennoch kein Gegner von den Großbetrieben.
Der Roddahner befürchtet aber, dass der Protest, wie es ihn bislang rund um die Grüne Woche gab, von den mittlerweile noch größeren Aktionen anderer Landwirte überlagert wird. „Bisher waren wir es, die Aufsehen erregten. Sind wir dann nicht mehr erwähnenswert?“
Was ihm am Herzen liegt: „Wir müssen die Verbindung zur Normalbevölkerung wieder herstellen. Beispielsweise schlicht besser vermitteln, wenn wir Fleisch essen wollen, gehört es dazu, Tiere zu töten.“ Und alles, was eben mit dem Verständnis für Landwirtschaft zusammenhängt sei wiederum auch „nicht komplett der Politik in die Schuhe zu schieben“.
Lesen Sie zu den weiteren Demoteilnehmern aus Prignitz und Ostprignitz-Ruppin auch:
– Wittstocker Landwirte fahren zum Protest nach Berlin
– 40 Trecker brechen in Pritzwalk zur Bauerndemo au

Trecker rollen zur GRÜNEN WOCHE nach Berlin


Kieler Nachrichten 17.1.



16/01/2020

Drückt sich vor Verantwortung: Habeck wirft Klöckner Nichtstun in Sachen Tierwohl vor


„So wie wir die Gesellschaft verändert haben, hat die Gesellschaft uns verändert“ Mehr von der Jubiläumsfeier 30 Jahre BÜNDNIS 90 und 40 Jahre DIE GRÜNEN:

15/01/2020

💑 2011 Владимир Высоцкий

 LiveJournal revisited
 https://paukstadt.livejournal.com/

Владимир Высоцкий 
 https://paukstadt.livejournal.com/16075.html



Watch and share this powerful film

Watch and share this powerful film
Hi Manfred,

Right now, only 1% of our global oceans are protected. Overfishing, plastic pollution, oil drilling and climate breakdown are gutting our oceans of life and destroying delicate ecosystems. It’s a tragedy we need to act on before it’s too late.

That’s why we’ve worked with a great cast of actors including Dame Helen Mirren and Olivia Colman and the creators of Wallace and Gromit to make a powerful short film about the impact reckless industries are having on ocean life. It tells the heartbreaking story of a turtle family trying to get home, in an ocean that desperately needs protection.

Manfred, we need as many people as possible to know about the urgent crisis unfolding in our oceans if we’re going to change it. Will you take 2 minutes to watch this video and share it with your friends and family?
Not on Facebook? Check out the video here.
The plight of sea turtles represents the suffering of our oceans as a whole. Like the turtle family in the film, sea turtles in real life are under intense stress from destructive industries. Six out of the seven sea turtle species are threatened with extinction due to the pressures of multiple ocean threats [1].

And it’s more than just turtles at risk. Studies have shown marine life is disappearing at twice the speed of life on land [2]. This is a reality we can’t accept -- and crucially we don’t have to.

Scientists have a plan that would help heal our oceans. If we can create a vast network of sanctuaries - areas off-limit to destructive industries - we’ll give wildlife a chance to recover and thrive [3]. And for the first time in history, there’s a process underway to make this possible: a UN Global Ocean Treaty.

To secure a strong treaty, we need as many people as possible to show the world why our oceans matter. Will you watch and share this powerful short video to help spread the word?  
Not on Facebook? Check out the video here.
It’s a little-known fact that keeping our oceans healthy and teeming with life is not just the right thing to do, it’s crucial for ensuring our survival too [4].

This is because the vast array of amazing life in our oceans is one of our best allies in the fight against climate breakdown. Sea creatures naturally capture climate-wrecking carbon and store it away. This is why it’s so important that we give our oceans a fighting chance.

Manfred, we can change the fate of our oceans, but first we need people to know that they’re in crisis. Will you help get the word out?
Not on Facebook? Check out the video here.

Thanks for all you do,

Sophie and the Oceans team
Greenpeace UK

Notes:
[1] https://iucn-mtsg.org/about-turtles/
[2] https://www.smithsonianmag.com/smart-news/ocean-dwelling-species-are-disappearing-twice-quickly-land-animals-180972040/
[3] https://www.greenpeace.org.uk/challenges/ocean-sanctuaries/
[4] https://www.greenpeace.org.uk/news/30x30-groundbreaking-scientific-study-maps-protect-third-worlds-oceans-2030/

We don't accept any money from companies or governments so we can be independent and challenge anyone who threatens the planet or peace. To help us keep fighting climate change, defending our oceans and protecting ancient forests, you can become a monthly supporter today. Thank you!
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This email was sent to: paukstadt@selentia.de

Die Wiedereinführung in einigen Berufen hat viel mit Lobbyismus der entsprechenden Gewerke, aber wenig mit wirtschaftlicher Freiheit zu tun.

13/01/2020

❤️Goed nieuws voor de 180 schapen

12/01/2020

We are soon going to be hit with thousands and thousands of unwanted male dairy calves. A large number will be slaughtered or sent on gruelling journeys to inhumane veal farms in Europe. We have to rethink dairy

Unsere Meilensteine in 2019 • Albert Schweitzer Stiftung

Grüne formulieren Führungsanspruch

taz - die tageszeitung

Grüne formulieren Führungsanspruch für nächste Regierung/ Habeck: "Haben nicht vor, als Juniorpartner eingepreist zu werden" 

Berlin (ots)

Die Grünen erheben einen Führungsanspruch in der nächsten Bundesregierung. "Wir haben nicht vor, wie in Österreich als Juniorpartner eingepreist zu werden", sagte der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck er der taz: "Wir wollen die nächste Bundesregierung definieren."
Habeck äußerte sich in einem Doppelinterview mit der anderen Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock. Sie sagte: "Den gestalterischen Führungsanspruch fürs Land, den haben wir, na klar."
Beide Vorsitzende vermieden es, ausdrücklich eine Kanzlerkandidatur anzukündigen. Die Zeiten änderten sich rasant, sagte Baerbock. Deshalb sollten die Grünen den Teufel tun, jetzt die Kanzlerkandidatur auszurufen. "Natürlich wird es auch nach der nächsten Wahl nur einen Kanzler oder eine Kanzlerin geben", fügte sie hinzu. "Wenn wir vor der Bundestagswahl so gut dastehen, dass wir eine Chance haben, das Land zu führen, werden wir alles Relevante regeln."
Die Doppelspitze der Grünen grenzte sich von prominenten Politikern anderer Parteien wie Wolfgang Schäuble und Angela Merkel in der CDU oder früher Oskar Lafontaine und Gerhard Schröder in der SPD ab. "Diese historischen Duos teilten sich die Macht auf", sagte Habeck. "Das kurze Arrangement von Lafontaine und Schröder war arithmetisch. Der eine Kanzleramt, der andere Riesenministerium. Der eine Genosse der Bosse, der andere Linker. Die Logik lautet: Wenn der eine gegen den anderen agiert, weiß man nicht, wer überlebt." Er und Baerbock wollten es anders machen und Vertrauen etablieren.
Baerbock und Habeck betonten auch Unterschiede zu den bisherigen Vorsitzenden der eigenen Partei. "Früher gab es zwei Vorsitzende. Mit zwei Teams und zwei Büroleitern. Durch das Haus lief eine unsichtbare Wand", sagte Baerbock. Jetzt arbeite die Doppelspitze eng zusammen. Habeck gab zu, man müsse es auch erdulden, wenn Baerbock ihm die Show stehle und umgekehrt. Man müsse den Partner permanent im Blick haben, sagte Baerbock. "Deshalb ist Teamsport schwieriger, macht aber auch mehr Spaß."
Das Gespräch ist nachlesbar unter: taz.de/!5651653
Pressekontakt:
taz Redaktion
Telefon: 030 259 02-0

Robert Habeck weiterhin beliebt

Würde Saskia Esken gegen Grünen-Chef Robert Habeck antreten, würde sie von 89 Prozent der SPD-Anhänger nicht gewählt. 43 Prozent der SPD-Sympathisanten würden sich hingegen für den Grünen entscheiden.

Gegen den ANTROPOZENTRISMUS

                    "Nutztier und Mitgeschöpf ! Tierwohl, Ernährungsethik und Nachhaltigkeit aus evangelischer Sicht."
So lautet der Titel der zweiten Impulsschrift, die im  Herbst 2019 erschienen ist. Sie wurde herausgegeben  von der EKD und verfolgt Ziele, wie sie auch von den NGOs wie PROVIEH verfolgt werden.

11/01/2020

Baerbock und Habeck: „Den Führungsanspruch fürs Land haben wir"


Schamlose Skalpellpolitik von EDEKA und Co

EIGENTLICH hatten Bauernverband, Fleischwirtschaft und Einzelhandel sogar selbst bereits im Jahr 2008, also vor 12 (!) Jahren, das Ziel des baldmöglichen Verzichts auf die Ferkelkastration ausgegeben. Und vor fast genau einem Jahr hätte diese mittelalterliche Praxis des betäubungslosen Kastrierens von Ferkeln beendet sein sollen. Dann aber wurde auf Druck eben dieser Wirtschaftslobby eine Verlängerung um weitere zwei Jahre im Bundestag beschlossen. Das bedeutet, dass auch im letzten Jahr Millionen Ferkel unerträgliche Schmerzen leiden mussten und dass dies noch mindestens ein weiteres Jahr so weitergehen wird. Wenn Sie das genauso unerträglich finden wie wir, dann stellen Sie sich mit uns gegen diese Praxis und werden Sie jetzt Förderin/Förderer von foodwatch! Weil wir das so nicht hinnehmen wollten, hatten wir uns 2019 an den Lebensmitteleinzelhandel gewandt und Rewe, Edeka und Co. aufgefordert, keine Fleisch- und Wurstwaren mehr von betäubungslos kastrierten Ferkeln zu verkaufen. Die Handelsunternehmen haben die entsprechende Marktmacht, um diese Forderung ihren Lieferanten gegenüber durchzusetzen. Es wäre für sie ein Leichtes gewesen, diese sinnlose Quälerei der Ferkel zu beenden, zumal es da längst hervorragende Alternativen wie die Immunokastration gibt.

Dieser Forderung hatten sich dann auch mehr als 100.000 Verbraucherinnen und Verbraucher angeschlossen. Aber leider ohne Erfolg. Denn keines der angeschriebenen Handelsunternehmen hat sich in irgendeiner Weise öffentlich erklärt! Allem Anschein nach ist es diesen Unternehmen (bzw. den Menschen, die dort die Verantwortung tragen!) egal, wenn Lebewesen, die auf Gedeih und Verderb von ihren wirtschaftlichen Entscheidungen abhängig sind, absurde Schmerzen zugefügt werden. Und das, obwohl genau diese Handelsunternehmen behaupten, ihre angebliche Tierfreundlichkeit mit dem im Frühjahr 2019 eingeführten „Haltungskompass“ zu beweisen. Doch Millionen betäubungslos kastrierte Ferkel machen deutlich: „Tierschutz“ in den Ställen ist bei EDEKA, REWE und Co. nicht viel mehr als Marketinggetöse. Statt um die Tiere geht es den Handelsriesen vor allem um das eigene Image. Diese schamlose Heuchelei wollen wir nicht akzeptieren und weiter dafür kämpfen, dass Tierqual nicht mehr im Angebot der Supermärkte ist. Wenn Sie uns dabei helfen wollen, dann treten Sie jetzt bei!