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27/09/2021

Union nicht erneut ins Kanzleramt hieven. ➡️ Hier Appell unterzeichnen und Union in die Opposition
Campact e.V.

10/09/2021

Im Wahlkampf versprechen alle Parteien Klimaschutz – doch was ist dran?

17/05/2021

Das könnt ihr besser, Grüne

 

 

Das könnt ihr besser, Grüne

Die Grünen wollen die Bundestagswahl als Klimapartei gewinnen. Doch in ihrem Wahlprogramm fehlt etwas: ein Baustopp für Autobahnen. Das ändern wir jetzt! Mit einem 150 Meter langen Banner an der geplanten A20 bei Hamburg zeigen wir, wie Autobahnen die Umwelt zerstören. Das können weder die Grünen noch die Medien übersehen – und der Baustopp schafft es beim Parteitag im Juni doch ins Programm. Bitte ermöglichen Sie die Aktion mit Ihrer Spende.

 
 

Hallo Manfred Paukstadt,

wird Annalena Baerbock Kanzlerin? Dafür muss sie möglichst viele Menschen vom Klimaprogramm der Grünen überzeugen. An vielen Stellen ist es konsequent und mutig. Doch es hat eine Schwachstelle: Die Grünen sagen nicht zu, die 850 Kilometer Autobahn zu stoppen, die der Bundesverkehrswegeplan für die nächsten Jahre vorsieht.[1] Ein Albtraum fürs Klima. Denn jeder Meter Asphalt verwüstet Naturräume und bringt mehr Autoverkehr. Und der feuert die Erderhitzung weiter an.

Noch im Oktober versprachen die Grünen bei den Protesten gegen die A49 im Dannenröder Wald ein Autobahn-Moratorium [2] – nun ist im Entwurf für ihr Wahlprogramm nur von einem unverbindlichen „Umweltcheck“ die Rede. Doch final entscheiden die Grünen darüber erst beim Parteitag Mitte Juni. Es dürfte Streit geben, denn viele Parteimitglieder fordern den Autobahnstopp.[3] Das nutzen wir und zeigen den Grünen: Wollt ihr beim Klimaschutz glaubwürdig bleiben, dann müsst ihr euer Versprechen halten – und keine neuen Autobahnen zulassen!

Dafür bringen wir Anfang Juni den Protest an den Ort der Zerstörung: zur geplanten A20 zwischen Oldenburg und Hamburg, dem schlimmsten und längsten Autobahnprojekt Deutschlands. Mitten in unberührten Mooren und Weiden taucht plötzlich ein 150 mal 31 Meter großes Banner auf. Eine riesige Fläche, so breit wie die Asphalttrasse, verschlingt die Natur. Auf den Zeitungsfotos sieht es so aus, als wäre die Autobahn schon da! Kurz vorm Grünen-Parteitag berichten alle Medien über das spektakuläre Bild – und darüber, dass die Grünen dieses Klimakiller-Projekt verhindern könnten.

Das wirkt. Doch um diese Aktion stemmen zu können, brauchen wir Ihre Unterstützung, Manfred Paukstadt. Das riesige Autobahn-Banner kostet 15.000 Euro. Und damit wir es rechtzeitig zum Parteitag der Grünen am 11. Juni platzieren können, müssen wir jetzt mit der Produktion beginnen. Bitte spenden auch Sie für das Banner, damit es der Autobahnstopp ins Wahlprogramm der Grünen schafft. Jede Spende zählt – unterstützen Sie die Aktion mit 5 Euro.

Oktober 2020 – im „Danni“ beschützen Klimaaktivist*innen einen uralten Mischwald vor der A49. Mehr als 220.000 Menschen protestieren mit einem Campact-Appell gegen die unsinnige Zerstörung, die Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) zu verantworten hat.[4] Tausende demonstrieren vor Ort. Trotzdem schreitet die schwarz-grüne Landesregierung in Hessen nicht ein, um den Wald zu retten. Klimaschützer*innen sind von der Ökopartei enttäuscht.[5] Doch einen Erfolg gibt es. Um die Wogen zu glätten, verspricht Annalena Baerbock: Wenn die Grünen nächstes Jahr regieren, wollen sie mit einem Moratorium den Autobahnbau stoppen.[2]

März 2021 – stolz präsentieren die Grünen ihren Programmentwurf zur Bundestagswahl.[6] Viele Klimaschutz-Vorhaben sind gut, doch etwas fehlt: Vom Versprechen, neue Autobahnen zu stoppen, ist nicht viel übrig geblieben. Jetzt fordern die Grünen plötzlich kein Moratorium mehr, sondern sprechen nur von einem vagen „Umweltcheck für Autobahnen“. Ein klares Nein klingt anders.

Nach dem langen Kampf um den Dannenröder Wald geben wir uns damit nicht zufrieden. Wir zeigen den Grünen: Beim Autobahn-Moratorium lassen wir jetzt nicht mehr locker! Damit die Partei mit einem klaren Bekenntnis zum Autobahnstopp in den Wahlkampf zieht, brauchen wir jetzt das gigantische Banner an der A20. Nur so können wir die Aufmerksamkeit der Presse auf die Klima-Schwachstelle der Grünen lenken. Bitte helfen Sie mit: Ermöglichen Sie den Protest und spenden Sie jetzt für das Autobahn-Banner. Schon mit 5 Euro machen Sie einen Unterschied!

Herzliche Grüße
Jassin Braun, Campaigner

PS: Im Verkehr wachsen die Emissionen immer weiter – jedes Jahr kommen 1 Millionen Tonnen CO2 dazu.[7] Bis 2030 wollen die Grünen die CO2-Emissionen eigentlich um 70 Prozent senken. Mit noch mehr Verkehr auf neuen Autobahnen wird das nichts. Machen Sie den Grünen mit der Aktion klar: Wir brauchen endlich den Autobahnstopp.

Falls Sie das bevorzugen, können Sie auch direkt auf unser Aktionskonto überweisen:

Campact e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN DE31 2512 0510 6980 0716 71
BIC BFSWDE33HAN

[1]„850 Kilometer mehr Asphalt“, taz Online, 3. Dezember 2020

[2]„Grünenspitze fordert Moratorium für neue Autobahnen“, Zeit Online, 4. Oktober 2020

[3]„Grüne Jugend fordert: Stopp von Autobahnbau muss ins Wahlprogramm“, Redaktionsnetzwerk Deutschland Online, 20. März 2021

[4]„Über 220.000 Unterschriften für Al-Wazir“, Campact Blog, 10. November 2020

[5]„Besetzen für den Danni“, taz Online, 28.Oktober 2020

[6]„Was im Wahlprogramm der Grünen steht“, Deutschlandfunk Online, 19. April 2021

[7]„CO2-Ausstoß im Verkehr steigt stark an“, ntv Online, 4. März 2021

11/08/2020

Der Amazonas-Regenwald brennt. Die Feuer vernichten einen der wichtigsten CO2-Speicher der Erde. Mit dem EU-Mercosur-Handelsabkommen will der brasilianische Präsident Bolsonaro noch mehr Wald zerstören. SPD und CSU haben es in der Hand: Sie können durchsetzen, dass es ohne Schutz für Klima und Regenwald keinen Deal gibt. Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell.



 
Vernichtend
Der Amazonas-Regenwald brennt. Die Feuer vernichten einen der wichtigsten CO2-Speicher der Erde. Mit dem EU-Mercosur-Handelsabkommen will der brasilianische Präsident Bolsonaro noch mehr Wald zerstören. SPD und CSU haben es in der Hand: Sie können durchsetzen, dass es ohne Schutz für Klima und Regenwald keinen Deal gibt. Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell.
 
 
Hallo Manfred Paukstadt,
die Feuer lodern heftiger als je zuvor: Hunderte Quadratkilometer uralter Tropenwald stehen am Amazonas in Flammen.[1] Er ist einer der artenreichsten Lebensräume der Welt, ein gigantischer CO2-Speicher und das Zuhause vieler Indigener. Seit Brasiliens ultrarechter Präsident Jair Bolsonaro an der Macht ist, legen Agrarbarone dort ungebremst Feuer. Auf den abgebrannten Flächen lassen sie riesige Rinderherden weiden und pflanzen Soja – billiges Fleisch und Viehfutter für Europa.[2]
Sind die Feuer noch zu stoppen – oder werden sie weiter angefacht? Das entscheidet sich weit weg von Brasilien: in Brüssel mit dem EU-Mercosur-Vertrag. Das Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Südamerikas ließe die letzten Agrarzölle gegenüber Brasilien fallen – und Agrarbarone könnten noch viel mehr Rindfleisch und Soja nach Europa exportieren. Da harte Umweltauflagen fehlen, würde das Abkommen zum Brandbeschleuniger für den Regenwald.
Aber: Das Abkommen wäre auch eine große Chance – mit ihm hätte die EU ein Druckmittel, um die Waldbrände zu beenden. Sie muss Bolsonaro klare Ansagen machen: Handelserleichterungen gibt es nur, wenn er den Wald schützt – und hohe Umwelt- und Sozialstandards akzeptiert. Bolsonaro will den Deal unbedingt: Das ist eine gute Verhandlungsposition für die EU.
Ob die EU den Vertrag stoppt und neu verhandelt – das bestimmt auch die Bundesregierung. Denn Deutschland hat derzeit die EU-Ratspräsidentschaft inne und will das Abkommen im Herbst zur Abstimmung bringen.[3] Doch in der Regierung ist der Mercosur-Vertrag hoch umstritten. Die CDU ist dafür[4] – aber in SPD und CSU gibt es ordentlich Kritik.[5][6]
Darum hängt jetzt alles an den beiden einflussreichsten SPD- und CSU-Politikern: Olaf Scholz und Markus Söder. Scholz ist Kanzlerkandidat[7] und auch Söder werden Ambitionen auf das Amt nachgesagt.[8] Ein Jahr vor der Wahl werden sie kaum eine unpopuläre Entscheidung treffen wollen. Doch dafür müssen sie merken, wie groß die Ablehnung des Handelsabkommens ist. Mehr als 400.000 Menschen haben unseren Appell schon unterzeichnet. Sobald wir 500.000 sind, wollen wir Scholz und Söder die Unterschriften öffentlich überreichen. Bitte unterzeichnen Sie jetzt den Appell.
Kettensägen, Planierraupen, Feuer: Bolsonaro lässt einen über Millionen Jahre gewachsenen Wald zerstören – für immer. 20 Prozent der 5,3 Millionen Quadratkilometer Regenwald sind schon verschwunden. Bei 25 Prozent bricht der Wasserhaushalt des Ökosystems zusammen und der Wald beginnt zu vertrocknen. Dann verlieren nicht nur Tausende Tierarten ihren Lebensraum, sondern auch die indigene Bevölkerung.[9]
Die massive Zerstörung des Amazonas-Regenwalds löste laute Proteste in Brasilien und Europa aus. Indigene und Umweltschützer*innen dort, Verbraucher*innen und Bäuer*innen hier – sie stehen zusammen, um den größten Regenwald der Erde zu schützen. Eins ist klar: Gehen die EU und mit ihr Deutschland dieses Abkommen ein, unterstützen sie den menschenverachtenden Regenwaldzerstörer Bolsonaro.
Bolsonaro stoppen – das liegt jetzt bei Deutschland. Frankreich, Österreich und andere wollen den Deal blockieren, bis Bolsonaro Verantwortung für Regenwald und Klimaschutz übernimmt.[10] Verweigert auch das einflussreiche Deutschland seine Unterschrift, muss Brasiliens Präsident umdenken. Appellieren Sie deshalb jetzt an Scholz und Söder: Kein Mercosur-Abkommen ohne wirksamen Schutz für Regenwald und Klima. Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell!
Herzliche Grüße
Annemarie Großer, Campaignerin
PS: Obwohl es offiziell ein Brandrodungsverbot gibt, ist die Zahl der Feuer im Amazonas-Gebiet so hoch wie nie. 6804 Feuer allein im Juli: Das Jahr 2020 könnte für den brasilianischen Regenwald noch schlimmer werden als 2019.[1] Mit dem Handelsvertrag haben wir einen entscheidenden Hebel, um den Regenwald noch zu retten. Unterzeichnen Sie jetzt den Appell und stoppen Sie das EU-Mercosur-Abkommen!
[1]„Brasilien: 1000 Brände an einem Tag im Amazonas-Gebiet“, RND Online, 2. August 2020
[2]„Der Weg des Fleisches aus dem Regenwald“, Süddeutsche Zeitung Online, 27. Juli 2020
[3]„Freihandel und Mercosur auf der Agenda der deutschen EU-Ratspräsidentschaft“, Euractiv Online, 18. Mai 2020
[4]„Altmaier hofft auf EU-Freihandelsabkommen mit südamerikanischem Wirtschaftsblock“, Reuters Online, 28. Juni 2019
[5]„EU-Politiker: Parlament wird dem Abkommen so nicht zustimmen“, Deutschlandfunk Online, 24. August 2019
[6]„Gerd Müller (CSU) zum Mercosur-Abkommen: Nachhaltigkeitsregeln ‘müssen sanktionierbar sein’“, Deutschlandfunk Online, 24. Juni 2020
[7]„Scholz wird SPD-Kanzlerkandidat“, Süddeutsche Zeitung Online, 10. August 2020
[8]„Kanzlerfrage: CSU will Debatte vertagen – stellt sich SPD-Linke doch hinter Scholz?“, RND Online, 12. Juli 2020
[9]„Ist der Amazonas wirklich die grüne Lunge der Welt?“, Deutsche Welle Online, 29. August 2019
[10]„Widerstand gegen EU-Mercosur-Abkommen“, Junge Welt Online, 8. Juni 2020
 SPD und CSU haben es in der Hand: Sie können durchsetzen, dass es ohne Schutz für Klima und Regenwald keinen Deal gibt. Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell.