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25/02/2020

Tagung 29.2.2020 – Der Angriff auf die Ostsee durch den Tunnel


https://stop-fehmarnbelttunnel.de/veranstaltung-angriff-auf-die-ostsee?fbclid=IwAR0AUTBR0VxBgBkfqkDunUdpRPZ4aDBIBiXKklzjkV_lLcZjrKANjPqO9z4


29.2.2020 – Fährschiff auf dem Belt – Treffen 12:00
Landgang zur Fähre

Anmeldung per mail erforderlich
info@stop-fehmarnbelttunnel.de
Ein Tag im Konferenzbereich auf einer Scandlines-Fähre führt uns in die streng geschützten Bereiche der Riffe und Unterwasserdünen mit ihrer reichhaltigen Flora und Fauna des empfindlichen Ostseebiotops. Betriebslärm, Freisetzung eingelagerter Kampfstoffe und deren hochgiftige Bestandteile, Eintrübung und Sedimentverdiftung während der jahrelangen Baggerarbeiten lassen erwarten, dass der überwiegende Teil des Lebens im Fehmarnbelt absterben wird. Zudem ist der Fehmarnbelt die Kinderstube des Schweinswals. Der einzigen Walart, die in der Ostsee zu Hause ist – und die weltweit durch das internationale Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt wird, da der Schweinswal auf der roten Liste steht.
Berichtet wird weiterhin über Veränderungen von Strömungsverhältnissen und eine Bedrohung für den existentiellen Wasseraustausch zwischen Nord- und Ostsee, für den der Belt das wichtigste Meergebiet ist. Begleitend kommt ein  erhöhtes  Risiko von Kollisionen und Havarien im Nadelöhr Fehmarnbelt hinzu.

Es gibt jedoch alternative, ökologische und vor allem flexible Verkehrsmodelle.
 


Der grüne Bundestagsabgeordnete für Ostholstein und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Konstantin von Notz informierte sich mit grünen Kommunalpolitikerinnen aus Ostholstein bei einer Fährfahrt über den Fehmarnbelt über die Alternativen zu einer festen Querung. Jeweils rund 45 Minuten hin und zurück dauerte die Fahrt, während der Scandlines-Geschäftsführer Dr. Gernot Tesch die neuen Antriebs- und
Abgasreinigungstechnologie an Bord vorstellte. Konstantin von Notz zeigte sich „hoch beeindruckt, wie mit innovativen Steuerungskonzepten und Hybridtechnologie derart viel Schweröl eingespart und Abgase reduziert werden können. Die faszinierende Greenship-Technologie auf dem Fehmarnbelt könnte für viele Fährlinien zum klimafreundlichen Vorreiter werden. Beim Belttunnel drohen immer neue Planungspannen und Kostensteigerungen, hier und jetzt aber werden Fakten geschaffen: Statt eines schöngerechneten Prestigeprojekts in ferner Zukunft gibt es doch schon heute die günstigere, saubere und flexiblere Alternative.“
 https://www.von-notz.de/2014/05/16/die-saubere-und-guenstigere-alternative-zum-belttunnel-faehrfahrt-ueber-den-fehmarnbelt/

29/03/2019

„Unsere Ostsee ist in akuter Gefahr! Für einen Mega-Tunnel würde der Meeresgrund auf 18 Kilometern Länge aufgerissen werden.” - Jetzt unterschreiben!

BELTRETTER
29. März 2019 — 
Liebe BELTRETTER, Unterstützer und Unterzeichner,
geht die von China gerade realisierte "Neue Seidenstraße" in Wirklichkeit viel weiter als "nur" bis nach Duisburg? Gehört auch der drohende Ostsee-Tunnel zu einem großen chinesischen Plan? In Hamburg und entlang der A1 gibt es jedenfalls bereits deutliche Investitionsbemühungen chinesischer Unternehmen und Konsortien. Und dies würde auch eine andere Perspektive auf Fragen geben wie jene, wie die gewaltige Finanzierung des Ostsee-Tunnels eigentlich funktionieren und woher all die benötigten Materialien kommen sollen. Der Artikel enthält dazu Erhellendes. China dürften in diesem Fall jedenfalls die Folgen für Ostsee und Urlaubsregion schnuppe sein.

https://www.handelsblatt.com/politik/international/welthandel-chinas-marsch-nach-westen-wie-gefaehrlich-die-neue-seidenstrasse-wirklich-ist/24155726.html?fbclid=IwAR07aHVuY1qBBPIBaL9hFjOukALHN5rGI00pu67mdl7SC9CrRrKgPimlhuE&ticket=ST-2175631-xdbRyPbvrcvvwgbc4jgj-ap6

22/01/2015

Beltquerung-Ausbau verzögert sich

http://www.kn-online.de/Lokales/Ostholstein/Neuer-Aerger-um-die-Beltquerung-Ausbau-verzoegert-sich
Kiel/Berlin. In einem Schreiben an seinen dänischen Kollegen Magnus Heunicke hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) schon vor Monaten die Katze aus dem Sack gelassen: Der Bau der Hinterlandanbindung verzögert sich demnach um Jahre. Grund ist die veränderte Planung. Auf deutscher Seite soll entgegen den ursprünglichen Überlegungen eine komplett neue Schienentrasse an der A1 gebaut werden (wie berichtet). Im Staatsvertrag zwischen Deutschland und Dänemark gingen beide Seiten noch davon aus, die bestehende alte Trasse durch die Badeorte auszubauen. Auch hinsichtlich der Planungen für eine neue Fehmarnsundquerung müsse mit Verzögerungen gerechnet werden, schreibt Dobrindt – ohne konkret zu werden.
 Die Ostholsteiner Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn (SPD) geht davon aus, dass die Strecke nicht wie ursprünglich vorgesehen 2021 fertiggestellt sein wird, wenn die Dänen den Fehmarnbelttunnel eröffnen wollen: „Die Baufeststellung auf deutscher Seite wird sich bis 2026 – wenn nicht bis 2028 – verzögern.“ Sie fordert die Bundesregierung auf, die dänische Regierung endlich offiziell über die Probleme zu informieren. Denn: In diesem Sommer soll der dänische Folketing über das Baugesetz entscheiden. Die Regierung in Kopenhagen müsse den Abgeordneten vor der Entscheidung „reinen Wein einschenken“. Hagedorn: „Diese Ehrlichkeit schuldet die Bundesregierung auch den Menschen in Ostholstein“. In der Konsequenz könnte die Verzögerung faktisch bedeuten, dass über Jahre ausschließlich Pkw und Fernzüge durch den Tunnel fahren und der Güterverkehr weiter über die Jütland-Route rollt – oder aber doch die alte Bäderstrecke genutzt wird.
 Die Landespolitik ist bereits alarmiert. Ministerpräsident Torsten Albig wird in den kommenden Tagen an Dobrindt schreiben. Dieser müsse bei der Bahn mit Nachdruck darauf hinwirken, dass die Planungen zur Hinterlandanbindung der Querung beschleunigt werden. Bislang ist der Beginn des Planfeststellungsverfahrens für 2017 vorgesehen. Auch Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) spricht von einer „großen Aufgabe“ für den Bund: „Die Bahn muss dafür sorgen, dass wir die Hinterlandanbindung parallel mit der Eröffnung der festen Fehmarnbeltquerung bekommen.“ Den entscheidenden Fehler sieht Meyer in der Vergangenheit: „2008 wurde das Gesamtprojekt aus politischen Gründen auf eine Milliarde runtergerechnet und deshalb die Sundquerung nicht eingepreist.“
 Der CDU-Verkehrspolitiker Hans-Jörn Arp wirft der Landesregierung dagegen „Scheinheiligkeit“ vor: „Grüne und SPD nutzen bis heute in Ostholstein jedes Mittel, um die Planungen zu behindern, zu verzögern und zu verteuern.“ Der FDP-Abgeordnete Christopher Vogt mahnt, die Kosten für die Anbindung dürften nicht zu Lasten anderer Verkehrsprojekte des Bundes in Schleswig-Holstein gehen: „Die Feste Querung darf nicht zum Symbol für verpasste Chancen werden.“
 Von Frank Lindscheid und Patrick Tiede