22/07/2020

Unsere neue Undercover-Recherche deckt nun auf, wie Schweine für Tönnies gequält werden!

Nach dem Corona- Ausbruch und der Schließung von Deutschlands größtem Schlachthofs in Rheda-Wiedenbrück, schaut die ganze Republik auf Tönnies. Neben den Mitarbeiter*innen werden durch Tönnies aber auch millionenfach Tiere ausgebeutet und gequält. Unsere neue Undercover-Recherche deckt nun auf, wie Schweine für Tönnies gequält werden!

Uns ist Bildmaterial aus einer Schweinemast in Rheda-Wiedenbrück zugespielt worden. Laut einem Medienbericht und telefonischer Auskunft des Betreibers, werden die Schweine bei Tönnies geschlachtet. Die Zustände in der angezeigten Mastanlage, in der ca. 1.000 Schweine gehalten werden, sind grausam. So leiden viele der Tiere an Verletzungen, die ganz offensichtlich nicht behandelt werden. Unzählige Schwänze und Ohren sind blutig gebissen, hier müsste der Mäster einschreiten, das tut er aber scheinbar nicht. In einer Szene sieht man ein hervorstehendes, blutiges und stark geschwollenes Auge, das Schwein ist vermutlich auf diesem Auge blind. In einer anderen Szene sieht man einen unbehandelten, Tennisball großen Abszess an einem Ohr. Solche gravierenden Verletzungen und Entzündungen passieren nicht über Nacht, hier scheint der Mäster seiner Fürsorge und Verantwortung nicht nachgekommen zu sein. Das zeigt sich auch an den hygienischen Zuständen. In einigen Bereichen der Mastanlage drückt die Gülle durch die Spaltenböden nach oben. Wir haben gegen den Tönnies-Zulieferer Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Bielefeld wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet.

Die Bildaufnahmen sind letzte Woche entstanden und zeigen in einigen Bereichen einen sehr vollen Stall. Von einem „Schweinestau“ kann in dieser Anlage aber dennoch nur bedingt die Rede sein, da besonders viele der Jungtiere Verletzungen aufweisen. Der Landwirt steht auch in dieser Situation als Schweinehalter in der Pflicht, die Tiere immer so zu halten, dass es gesetzeskonform ist. So müsste er bei einer höheren Bestandsdichte den Tieren alternative Plätze anbieten. Zudem bestätigte der Mäster persönlich, dass es in seinem Stall nicht zu einem Schweinestau gekommen ist oder derzeit dazu kommen würde.

Mehr über diese neue Recherche und unser Video mit den Missständen findest Du hier.
https://www.tierschutzbuero.de/toennies-toetet/

Mit dieser Undercover-Recherche in einem Tönnies- Zulieferbetrieb wollen wir den Menschen aufzeigen, wie Schweine für die Schweinefleischproduktion gehalten und gequält werden. Tönnies beutet nicht nur Menschen, sondern vor allem auch Tiere aus. Unterstütze uns jetzt, damit wir weiterhin an die Öffentlichkeit bringen können, was niemand sehen soll