22/07/2020

Auch das EU-Parlament muss zustimmen. Und von dort kommen Änderungswünsche.

Am frühen Morgen kam endlich die Einigung beim Brüsseler EU-Gipfel - aber das heißt nicht, dass die Milliarden jetzt fließen können. Auch das EU-Parlament muss zustimmen. Und von dort kommen Änderungswünsche.
Nach tagelangen Verhandlungen wurde beim EU-Gipfel in Brüssel am frühen Morgen eine Einigung erzielt. Damit ist das Corona-Hilfspaket und der nächste EU-Haushalt aber noch nicht beschlossene Sache: Bevor die Gelder aus dem geplanten Corona-Aufbaufonds oder aus der ab 2021 beginnenden neuen siebenjährigen EU-Finanzvorausschau fließen können, muss neben den nationalen Parlamenten auch das EU-Parlament zustimmen. Und die Verhandlungsgruppe des Parlaments fordert jetzt Änderungen.
"Das Parlament kann nicht den neuen Rekord-Niedrigwert für den Haushaltsrahmen akzeptieren, weil dieser die langfristigen Ziele und die strategische Autonomie der EU gefährdet", heißt es. Der EU-Gipfel hatte einen Haushaltsrahmen von 1,074 Billionen Euro bis 2027 beschlossen. "Das Parlament ist zudem energisch dagegen, den Mechanismus zu verwässern, nach dem Zahlungen an Mitgliedstaaten reduziert und gestrichen werden können, wenn diese Rechtsstaatsprinzipien missachten." Darüber wolle man verhandeln.