Drosten vermutet Marderhunde als Virus-Quelle
"Ich denke, es gibt eine Tierquelle", führt Drosten weiter aus. "Man hat damals bei dem alten, ersten SARS-Coronavirus Schleichkatzen Virus-positiv gefunden, aber auch Marderhunde." Jene Marderhunde seien in China eine Industrie. "Da könnte man mal drüber spekulieren, ob da vielleicht eine Quelle zu finden wäre", so der Virologe.Diejenigen, die auf jenen Märkten arbeiteten, seien häufig auch dort unterwegs, wo die Tiere gezüchtet und verkauft werden. "Vielleicht hat sich dort jemand angesteckt", vermutet der Virologe. Das wisse man allerdings jetzt noch nicht, das könne nur China klären.
Den erfolgreichen NDR-Podcast mit dem Charité-Virologen
Christian Drosten gibt es künftig noch zweimal pro Woche. Das sagte Moderatorin Korinna Hennig in der 35. Folge des "Coronavirus-Update" vom Freitag.
Wegen ihres Fells werden die Marderhunde kommerziell gezüchtet oder auch in der Wildnis gejagt. „Wenn mir jemand ein paar hunderttausend Euro und freien Zugang zu China geben würde, um die Quelle des Virus aufzuspüren, würde ich an Orten suchen, wo Marderhunde gezüchtet werden“, so Drosten. Man könnte Tiere direkt in den Zuchtbetrieben beproben, die auch Märkte belieferten. Er verstehe nicht, warum es noch keine entsprechenden Daten gebe
