03/02/2020

Schluss mit Billigfleisch




Bild: Aktivist*innen fordern vor Supermarkt: Schluss mit Billigfleisch
Wie viel Fleisch aus tierschutzwidriger Haltung wird in Deutschlands Supermärkten angeboten? Machen Sie mit beim bundesweiten Supermarkt-Check! Unterstützen Sie unsere Recherche zu Schweinefleisch aus tierquälerischer Haltung.
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Lieber Manfred Paukstadt,

sie schmücken sich gerne mit Slogans wie “Wir lieben Lebensmittel”, doch beim Blick in die Fleischregale der Supermarktketten Edeka, Lidl, Aldi, Rewe und Co müsste es eigentlich heißen: Wir lieben billig! Und billig heißt in diesem Fall vor allem auf Kosten des Wohls der Tiere. Greenpeace Aktivist*innen waren deshalb im Januar bundesweit vor Supermärkten aktiv und klärten Verbraucher*innen über Billigfleisch aus tierquälerischer Haltung auf.

Der Hintergrund: Im Frühjahr 2019 hat ein Großteil des deutschen Lebensmitteleinzelhandels mit der Haltungsform eine freiwillige Kennzeichnung für Frischfleisch eingeführt. Ein wichtiger und richtiger Schritt, der aber offensichtlich nicht ausreicht, damit mehr Tierschutz in der Praxis umgesetzt wird. Denn im Schnitt stammt fast 90 Prozent des Schweinefleischs in den Supermärkten aus den Haltungsformen 1 und 2. Diese Haltungsformen sind eine Qual für die Tiere und laut einem von Greenpeace veröffentlichten Rechtsgutachten tierschutzwidrig

Haltungsform 1 bis 4


Unter unwürdigen Haltungsbedingungen, auf engstem Raum und ohne Auslauf, leben die Tiere unter andauerndem Stress. Das führt dazu, dass sie sich oft gegenseitig die Ringelschwänze abkauen. Doch statt die Haltung den Bedürfnissen der Tiere anzupassen, wird den sensiblen Tieren kurz nach der Geburt der Ringelschwanz abgeschnitten – ein Vorgehen, das schon seit 1994 in der EU verboten ist!        
Fleisch aus Tierqual stoppen





Erst ab Haltungsform 3 wird den Tieren ein artgerechteres Leben ermöglicht. Also mehr Platz für Bewegung, Ruhe und mehr Beschäftigungs-Materialien zum Spielen. Schweine sind sehr intelligente und soziale Tiere, die darunter leiden, unbeschäftigt zu sein oder keinen richtigen Kontakt zu ihren Artgenossen zu haben.



Wir fordern von den Supermärkten:
1. Kein Geschäft mit Fleisch aus den tierschutzwidrigen Haltungsformen 1 und 2
2. Klare Zeitangaben für den Ausstieg aus dem Billigfleisch-Geschäft
3. Klare Kennzeichnung aller Fleischprodukte – vom Steak bis zur Teewurst


Fleisch aus Tierqual stoppen





Heute treffen sich die Spitzen-Vertreter*innen der großen Supermarktketten mit Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Dort werden sie gemeinsam von Greenpeace-Aktivist*innen und Landwirt*innen der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft begrüßt. Mit einem großen Plakat ermahnen die Aktivist*innen: Billigfleisch kostet uns die Zukunft! Denn Massentierhaltung schadet Klima, Artenvielfalt, unser aller Gesundheit und treibt Landwirt*innen mit Dumpingpreisen in den Ruin.


Rufen Sie Ihre Freund*innen, Bekannte und Familie auf, sich der Bewegung gegen Billigfleisch und Tierleid anzuschließen!
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Vielen Dank für Ihr Engagement. Gemeinsam beenden wir das Tierleid!




Stephanie Toewe-Rimkeit


Ihre Stephanie Toewe-Rimkeit
Greenpeace Landwirtschafts-Expertin














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