„Tierische
Produkte werden heute so billig verkauft, dass Landwirte daran nichts mehr
verdienen. Die Verträge, die der Handel ihnen aufzwingt, sind in meinen Augen
sittenwidrig – verstoßen also gegen jegliche moralischen Maßstäbe!" Bernd
fordert faire Preise in der Landwirtschaft. Manfred, unterstützen Sie ihn dabei?
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Mit 16 Jahren habe ich den Beruf des Landwirts (Melkers) gelernt, nicht
ahnend, dass ich nun mit 60 Jahren als Tierarzt zusehen muss, wie es wohl
demnächst Abwrackprämien für Kühe gibt.
Tierische Produkte werden heute so billig verkauft, dass Landwirte
daran nichts mehr verdienen. Die Verträge, die der Handel ihnen
aufzwingt, sind in meinen Augen sittenwidrig – verstoßen also gegen jegliche
moralischen Maßstäbe! Das ist nicht tragbar:
Es ist Zeit für faire Preise in der Landwirtschaft! Nicht
der niedrigste Preis ist der Beste, sondern der, von dem die Erzeuger leben
können.
Meine Forderungen für den Tier-& Umweltschutz
lauten:
1. Wir brauchen einen gerechten Preis für Milch und
Fleisch.
Alles unter 80 Cent für den Liter Milch und 5 Euro fürs
Kilo Fleisch am Haken bedeutet Ausbeutung von Tier, Mensch und Umwelt.
2. Der Landwirt darf nur das füttern, was bei ihm
wächst.
Ein Kooperationspartner ist möglich, aber regional. Es
würden u.a. keine Sojaimporte mehr benötigt, Tierzahlen würden sich automatisch
nach der Futtermenge begrenzen, Fruchtfolgen auf dem Acker würden sich verändern
– mit der Folge, dass Düngeverodnungen sich zum Teil aufheben könnten.
Dadurch ließe sich die Ausbeutung des Bodens radikal reduzieren und u.a.
der Wegfall der Transporte würde Unmengen an CO2 sparen.
3. Der Landwirt bekommt keine Subventionen mehr: Er kann von seiner
Arbeit leben. Mehr will er nicht.
Schon derzeit geht ein Großteil
der Subventionen für deren Verwaltung drauf und mehr als 50% gehen ohnehin nicht
an landwirtschaftliche Betriebe sondern bspw. an Stiftungen mit
Weideflächen.
Die freiwerdenden Mittel können für den Klimaschutz genommen
werden und es wäre keine CO2-Abgabe mehr nötig.
4. Importe tierischer Produkte werden auffallend
gekennzeichnet.
Die Konsumenten müssen informiert werden, dass
Herstellungsverfahren und Inhalte importierter Produkte nicht wirklich
transparent sind. Darüber muss folgender Hinweis informieren:
“Sonderprodukt, Tiergesundheit sowie Arzneimittel- und
Pestizideinsatz unbekannt, umweltschädlich”
Was und wie wir konsumieren, muss neu gedacht werden. Verbraucher konsumieren
billige Produkte und zahlen gleichzeitig durch ihre Steuergelder Subventionen.
Landwirte schaffen die Grundlage unserer Ernährung und können gleichzeitig von
ihrer Arbeit nicht leben. Nicht der Landwirt macht die Welt kaputt,
sondern die Gier des Handels. Das muss sich ändern: Es ist Zeit
für eine Agrar- und Ernährungswende!
Teilt unbedingt diese Petition in eurem Freundes- und Bekanntenkreis,
es geht uns alle an! Nur gemeinsam können wir etwas
erreichen!
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