04/02/2020

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Lebensmittelgipfel:Vereint gegen Billigfleisch

Zwischen Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) und Greenpeace sind bislang nur wenige Gemeinsamkeiten auffällig geworden. An diesem Montag aber kämpfen beide gegen das Gleiche: Dumpingpreise im Supermarkt, beim Fleisch und anderswo. Wenn sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Spitzenvertreter der vier größten deutschen Lebensmittelkonzerne (Edeka, Rewe, Aldi und Lidl) am Vormittag zum so genannten "Dialog" treffen, dann wird die Umweltschutzorganisation vor dem Kanzleramt gegen Billigfleisch protestieren, gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL).
Klöckner wird ihr Missfallen über die Niedrigstpreise im Kreis der Gipfelteilnehmer kundtun können. Die Ministerin hat sich in den letzten Wochen bereits als Vorkämpferin der Landwirte profiliert. Während der "Grünen Woche" Anfang des Jahres prangerte sie mehrmals Dumpingpreise im Lebensmittelhandel an: "Hähnchenschenkel für 20 Cent, das ist unanständig", monierte sie. Das könnten die Vertreter von Greenpeace und AbL kaum besser sagen. Sie fordern von der Bundesregierung einen verlässlichen Rahmen für eine klimaschonende und tierschutzkonforme Haltung mit fairen Preisen für die Erzeuger. Klöckner verlangt auch faire Preise für die Bauern. Sie hat auch deswegen das Gipfeltreffen initiiert. Offiziell eingeladen hat Merkel. Die Kanzlerin bat aber neben Klöckner aus dem Bundeskabinett auch noch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) dazu. Von dem sind bislang keine Vorstöße in Richtung Preisbeeinflussung publik geworden