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Wir danken der Umweltministerin
Es ist eine kleine Sensation: Umweltministerin Hendricks will sich gegen die
Glyphosat-Zulassung stellen. Als Dank und zur Ermutigung wollen wir ihr hunderte
Blumensträuße schicken. Zunächst als Facebook-Grafik – und wenn sie Wort hält,
auch in echt. |
Lieber Manfred Paukstadt,
am Donnerstag verkündete Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) eine
sensationelle Neuigkeit: Die SPD-geführten Ministerien von Hendricks und
Sigmar Gabriel stellen sich gegen eine Wiederzulassung des Ackergifts
Glyphosat! Deutschland muss sich deshalb bei der anstehenden
EU-Abstimmung enthalten – und genau daran könnte in den kommenden Tagen die
Glyphosat-Zulassung ein zweites Mal scheitern. Vielleicht erleben wir gerade den
Anfang vom Ende für das Ackergift.
Das überraschende Nein der SPD zu Glyphosat ist schlicht und einfach
großartig! Wir finden: Wenn Politiker/innen das Richtige tun und auf
ihre Bürger/innen hören, sollten wir sie dafür kräftig loben. Denn bei
CSU-Agrarminister Christian Schmidt und den Lobbyisten der industriellen
Landwirtschaft hat sich die Umweltministerin damit keine Freunde gemacht.
Lassen Sie uns Barbara Hendricks für ihr mutiges Nein zum Glyphosat
mit hunderten Blumensträußen danken. Zunächst symbolisch per
Facebook-Grafik – und wenn Deutschland sich bei der Abstimmung wirklich enthält,
kommen wir zum Umweltministerium und bringen ihr auch echte
Blumen. |
Auf jeden Fall hat unser Protest bei Hendricks’ Nein zur
Glyphosat-Zulassung eine große Rolle gespielt. Vor zwei Wochen hatten
wir einen Termin mit ihrem Staatssekretär Jochen Flasbarth. Er nahm unsere mehr
als 380.000 Unterschriften gegen Glyphosat entgegen. Im anschließenden Gespräch
erklärte er, dass das Umweltministerium nur bestimmte Einschränkungen beim
Glyphosat-Gebrauch durchsetzen könne.
Ich appellierte an ihn, sich ein Beispiel am Nein der französischen
Umweltministerin zu nehmen. Zum Abschluss gab ich ihm noch Studien zur
Gesundheitsgefahr durch Glyphosat – und die Ergebnisse unserer Umfrage, der
zufolge 70 Prozent der Deutschen ein Glyphosat-Verbot fordern.
Acht Tage nach diesem Termin kommt nun das überraschende Nein von Hendricks
zu Glyphosat. Das kann kein Zufall sein. Die Umweltministerin hat sich
vom entschlossenen Nein der Bürger/innen überzeugen lassen. Das ist
auch Ihr Verdienst! Nun sollten wir alle zusammen Hendricks ermuntern, bei ihrer
entschlossenen Haltung zu bleiben – damit Glyphosat wirklich vom Tisch
kommt. |
Herzliche Grüße Ihr Gerald Neubauer, Campaigner
PS: Wir haben mit unseren Partnern WeMove und Skiftet ein Erklärvideo zu
Glyphosat produziert. Es läuft in sechs Sprachen in Deutschland, Großbritannien,
Frankreich, Spanien, Italien und Schweden. In den vergangenen Tagen wurde es
bereits millionenfach angeklickt – schauen Sie es sich doch
an! |
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