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20/07/2020

7-Punkte-Plan zur Verbesserung der Lage in den Schlachthöfen
Die Grünen

7-Punkte-Plan zur Verbesserung der Lage in den Schlachthöfen

18. Mai 2020
Die Corona-Ausbrüche machen deutlich: Wir brauchen bessere Bedingungen in Schlachthöfen. Um gegen die Probleme von Massenproduktion und Ausbeutung in der Fleischindustrie vorzugehen, braucht es einen Plan.
Der Ausbruch von Corona in mehreren Schlachthöfen in Deutschland wirft ein Schlaglicht auf die dramatischen Probleme der Agrarindustrie. Sie funktioniert nach dem Prinzip: Massenproduktion von Fleisch zu Dumpingpreisen dank Dumpingbedingungen. Den hohen Preis fürs billige Fleisch zahlen die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Schlachtfabriken. Sie schuften zu miserablen Arbeits- und Lohnbedingungen, hausen in katastrophalen Unterkünften, der Schutz ihrer Gesundheit steht hinten an. Dies ist kein Problem von einzelnen schwarzen Schafen, sondern ein systematisches: Die Arbeitsbedingungen in den Schlachthöfen sind Teil einer industriellen Landwirtschaft, die auf „immer mehr, immer billiger“ ausgerichtet ist, die Tiere zu bloßen Rohstoffen degradiert, die Umwelt und Klima schädigt, Bauern und Bäuerinnen schwächt und Arbeiter ausbeutet.
Um gegen die Probleme vorzugehen, sind folgende Punkte notwendig:
  1. Werkvertragsverhältnisse führen dazu, dass die Schlachtbetriebe ihre Verantwortung auslagern. Im Produktionsbereich der Fleischindustrie haben bis zu 90 Prozent der Beschäftigten einen Vertrag mit Subunternehmen, die wiederum oftmals nur Briefkastenfirmen sind. Treten Probleme offen zu Tage, sind die Scheinfirmen schnell von der Bildfläche verschwunden. Deshalb muss es für die Kerntätigkeiten ein Verbot von Werkvertragsverhältnissen über Subunternehmen geben.
  2. Gerade beim Arbeitsschutz gibt es in der Fleischindustrie vielfach Verstöße, darunter Lagerungs- und Unterweisungsmängel bei Gefahrstoffen, fehlende Prüfungen und mangelhafte Schutzeinrichtungen an Maschinen, fehlende arbeitsmedizinische Untersuchungen oder auch grundlegende Mängel bei der Arbeitsschutzorganisation, z.B. keine Unterweisung. Dazu kommen häufig gravierende Verstöße gegen das Arbeitszeitrecht, etwa Schichten von bis zu 16 Stunden von in jeder Hinsicht extremer Tätigkeit. Eine solch erbarmungslose Akkordarbeit ist nicht tolerierbar. Im Bereich des Arbeitsschutzes muss insgesamt eine Generalunternehmerhaftung eingeführt werden. Damit haftet der Arbeitergeber für alle, die im Betrieb arbeiten.
  3. Bei der Unterbringung der Arbeiterinnen und Arbeiter herrschen häufig katastrophale Zustände. Die Menschen leben in zu kleinen und überbelegten Wohnungen, es gibt zu wenig Sanitärräume und mangelnde Hygiene. Dazu kommt, dass die körperliche Belastung Krankheiten begünstigt, bei denen die körpereigene Abwehr entscheidend ist. Die Unterkünfte, die durch den Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden, müssen ausreichend groß sein, klare Hygiene- und Gesundheitsstandards müssen eingehalten werden.
  4. Damit sich die Situation der Beschäftigten in den Betrieben insgesamt verbessert, müssen die Betriebsräte an einem Standort für die gesamte Belegschaft zuständig sein.
  5. Arbeitsplatz und vom Arbeitgeber gestellte Unterkünfte müssen effektiv kontrolliert werden. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit sollte zu einer Arbeitsinspektion weiterentwickelt werden. Wenn die Kontrollen von Gesundheitsschutz, Arbeitsschutz, Arbeitszeit und korrekter Entlohnung an einer Stelle gebündelt werden, werden die Kontrollen zielgenau und effektiv.
  6. Der Standard „Billigfleisch“ muss ein Ende haben. Er geht zu Lasten von Mensch, Tier und Umwelt. Die Werbe- und Rabattaktionen der Händler tragen zusätzlich zum Preisdumping bei. Dieser Dumpingwettbewerb muss untersagt werden. Im Lebensmitteleinzelhandel darf ein Mindestpreis für tierische Produkte nicht mehr unterschritten werden. Dieser Mindestpreis berücksichtigt die Produktionskosten, damit auch Bäuerinnen und Bauern davon profitieren.
  7. Über die akute Bekämpfung der Probleme brauchen wir eine grundlegende Veränderung in der Fleischindustrie und der landwirtschaftlichen Produktion. Grundsätzlich gilt, dass die Haltungsbedingungen den Tieren anzupassen sind, nicht die Tiere der Haltung. Mehr Tierwohl lässt sich zum Beispiel durch einen Tierschutzcent auf tierische Produkte finanzieren. Damit wird der Umbau von Ställen finanziert, und Tiere bekommen mehr Platz. Nötig ist zudem eine Infrastruktur für regionale, tierschutzkonforme Schlachtung. Tiertransporte müssen auf maximal vier Stunden begrenzt werden. Regionale Schlachtstätten, mobile Schlachteinrichtungen sollten gefördert und regionale Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen aufgebaut werden.

28/06/2020

Tatort TÖNNIES
Das brutale Geschäft mit dem Billigfleisch 😡😡😡😡

Nach Verbraucherzentrale NRW sind die Produkte mit Tönnies-Fleisch mit den folgenden Nummern gekennzeichnet: NW 20202 EG, NW 20028 EG und NW 20045 EG. Für SH dürften die Nummern abweichend sein. Bitte macht euch schlau 😡😡😡😡
FRAGT NACH

27/06/2020

Heute: Twitteraktion gegen das kranke System Billigfleisch

23/06/2020

Corona-Massenausbruch: So erkennen Sie Tönnies-Fleisch im Supermarkt

Corona-Massenausbruch: So erkennen Sie Tönnies-Fleisch im Supermarkt

Wie Sabine Klein gegenüber der WAZ erklärte, lassen sich Fleischprodukte, die abgepackt im Supermarkt verkauft werden, anhand des Identifikationszeichens erkennen, welches in einem ovalen Kreis auf der Verpackung abgedruckt ist. Laut Verbraucherzentrale NRW sind die zu Produkten mit Tönnies-Fleisch mit den folgenden Nummern gekennzeichnet: NW 20202 EG, NW 20028 EG und NW 20045 EG.

Tönnies-Produkte bei Aldi und Lidl - Hinter diesen Frischfleisch-Marken steckt das Unternehmen

Bei Lidl sind Tönnies-Produkte unter anderem unter der Marke Landjunker zu finden. Aldi* führt Tönnies-Fleisch beispielsweise unter der Marke Meine Metzgerei in den Kühlregalen. 

Auf der Suche nach einem offiziellen Tierwohlsiegel, immer noch 

 Europasiegel


 

 Evtl. Vorbild


 

Dieses Siegel ist augenblicklich favorisiert

22/06/2020

18/06/2020

Corona-Ausbruch bei Tönnies: Mehr als 600 Infektionen in Fleischfabrik
Schlachtindustrie

Ralph Ruthe ? @ralphruthe
Es sind Menschen wie dieser Schweinebaron aus Gütersloh, wegen denen der Planet
vor die Wand fährt. Halten sich null an Regeln, kein Respekt vor Mensch + Tier,
alles um knorpelige Fleischwurst billig zu produzieren.
Vegetarisch leben: super-einfach. Probiert es, jetzt erst recht!

https://www.google.de/search?source=univ&tbm=isch&q=ralph+ruthe+cartoons&sa=X&ved=2ahUKEwj6wNWmlIvqAhWS16QKHe7KAZUQ7Al6BAgJEDg&biw=1366&bih=620 


So stellt sich die EU-Kommission den Beitrag der EU-Landwirtschaft zum Green Deal vor:
  • 50 % weniger Pflanzenschutzmittel,
  • 20 % weniger Düngemittel bzw. 50 % weniger Nährstoffverluste bei gleichbleibender Bodenfruchtbarkeit,
  • 50 % weniger Antibiotika,
  • auf mindestens 25 % der landwirtschaftlichen Fläche (LF) Ökolandbau,
  • auf mindestens 10 % der LF Landschaftselemente,
  • mindestens 30 % der Land- und Meeresgebiete im Rahmen von Natura 2000 oder anderen wirksamen nationalen Regelungen geschützt und
  • 10 % der Land- und Meeresgebiete unter strengem Schutz.
Das alles soll bis 2030 erreicht werden. So steht es in der Farm to Fork- und der Biodiversitätsstrategie, die die Europäische Kommission Mitte Mai verkündete.

28/03/2019

Rinder erlitten unnötig qualvolle Schmerzen: Jetzt rbb-Berichte über geheime Filmaufnahmen

23/01/2018

Jedes Jahr werden 56 Milliarden Tiere in dunkle, dreckige Käfige gepfercht und geschlachtet -- nur um unseren Fleischkonsum zu befriedigen.


Jedes Jahr werden 56 Milliarden Tiere elenden Qualen ausgesetzt und geschlachtet -- nur um unseren Fleischkonsum zu befriedigen.
JETZT MITMACHEN

Jedes Jahr werden 56 Milliarden Tiere elenden Qualen ausgesetzt und geschlachtet -- nur um unseren Fleischkonsum zu befriedigen. Doch eines können wir heute dagegen tun: weniger Fleisch essen. Schließen wir uns dem weltweiten Vorsatz an, um dieser Grausamkeit gemeinsam ein Ende zu bereiten.
JETZT MITMACHEN
Liebe Freundinnen und Freunde,

jedes Jahr werden 56 Milliarden Tiere in dunkle, dreckige Käfige gepfercht und geschlachtet -- nur um unseren Fleischkonsum zu befriedigen.

Es ist grausam und es könnten noch Jahre vergehen, bis der Massentierhaltung ein Ende gesetzt wird. Doch eines können wir heute tun, um das zu beschleunigen: weniger Fleisch essen.

Es gibt 46 Millionen Avaazer rund um die Welt. Wenn jeder von uns beschließt, auch nur einen Tag in der Woche kein Fleisch zu essen, und dann Freunde, Prominente und viele Unternehmen zum Mitmachen bewegt, könnten wir den größten globalen Vorsatz aller Zeiten ins Leben rufen. Auch Vegetarier und Veganer können dazu beitragen!

Zeigen wir, dass die Tage der Massentierhaltung gezählt sind, und fangen wir an, dieser Grausamkeit ein Ende zu bereiten.

Ich mache mit und werde weniger Fleisch essen!
Ich bin schon Vegetarier/Veganer oder esse schon weniger Fleisch!

Unser Fleischverzehr fördert nicht nur die massenhafte Tierquälerei, sondern schadet auch dem Planeten! Die Viehzucht trägt weltweit mehr zur Erderwärmung bei als alle Autos, Flugzeuge und Busse zusammen. Auf 75 Prozent unserer Ackerflächen wird Tierfutter angebaut. Es ist völlig maßlos!

Wir müssen nicht alle von heute auf morgen Vegetarier werden. Doch Experten sagen, weniger Fleisch zu essen sei das Beste was wir tun können, um eine Umweltkatastrophe abzuwenden.

Langsam kommen die Dinge ins Rollen. Doch mit einem riesigen Vorsatz könnte unsere Bewegung jetzt von Indien über Brasilien und die USA bis nach Europa einen weltweiten Trend entfachen, um den Fleischkonsum drastisch zu senken und irgendwann diese fürchterlichen Massenbetriebe zu schließen. Machen wir heute alle einen kleinen Schritt in diese Richtung:

Ich mache mit und werde weniger Fleisch essen!
Ich bin schon Vegetarier/Veganer oder esse schon weniger Fleisch!
Viele waren der Meinung, dass unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen unumkehrbar sei. Doch dann haben wir uns zahlreich zusammengetan, unsere Gewohnheiten geändert und unsere Regierungen zum Handeln aufgefordert. Und es tat sich etwas. Schließen wir uns noch einmal zusammen, um diese Grausamkeit zu stoppen und unseren Planeten zu schützen. Hand in Hand.

Mit ganz viel Liebe und Hoffnung für 2018

Danny, Allison, Marigona, Nataliya, Lisa und das ganze Avaaz-Team

WEITERE INFORMATIONEN:

Dein Hamburger zerstört den Planeten (Deutsche Welle)
http://www.dw.com/de/dein-hamburger-zerst%C3%B6rt-den-planeten/a-40618049

Warum wir endlich aufhören sollten, Fleisch zu essen (Stern)
https://www.stern.de/genuss/trends/fleisch-und-massentierhaltung--warum-wir-aufhoeren-sollten--es-zu-essen-6511416.html

Und auf Englisch:

Eating Less Meat Essential to Curb Climate Change, Says Report (One World)
https://ourworld.unu.edu/en/eating-less-meat-essential-to-curb-climate-change-says-report

The Road to a Paris Climate Deal (New York Times)
https://www.nytimes.com/interactive/projects/cp/climate/2015-paris-climate-talks/will-reducing-meat-in-my-diet-help-the-climate

Here’s how much giving up beef helps — or doesn’t help — the planet (Washington Post)
https://www.washingtonpost.com/lifestyle/food/heres-how-much-giving-up-beef-helps--or-doesnt-help--the-planet/2017/07/20/03bb5ba2-6d60-11e7-b9e2-2056e768a7e5_story.html?utm_term=.115bde940c28

If Everyone Ate Beans Instead of Beef (The Atlantic)
https://www.theatlantic.com/health/archive/2017/08/if-everyone-ate-beans-instead-of-beef/535536/





Avaaz.org ist ein weltweites Kampagnennetzwerk mit 44 Millionen Mitgliedern,
das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluss der Ansichten und Wertvorstellungen aller Menschen auf wichtige globale Entscheidungen durchzusetzen. ("Avaaz" bedeutet "Stimme" oder "Lied" in vielen Sprachen). Avaaz Mitglieder gibt es in jedem Land dieser Erde; unser Team verteilt sich über 18 Länder und 6 Kontinente und arbeitet in 17 verschiedenen Sprachen. Erfahren Sie hier, etwas über einige der größten Aktionen von Avaaz oder folgen Sie uns auf Facebook oder Twitter.

Sie sind Mitglied der Avaaz-Bewegung geworden und haben angefangen, diese E-Mails zu erhalten, als Sie am 2011-11-08 die Kampagne "Deutschland: Rettet Yasuní" mit der Email-Adresse paukstadt@selentia.de unterzeichnet haben.
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26/06/2015

Europaweite Videoüberwachung an Schlachthöfen und Dokumentation

Hallo!
Der Verfasser der Petition Europaweite Videoüberwachung an Schlachthöfen und Dokumentation hat eine Mitteilung fuer alle Unterzeichner. Um diese Mitteilung zu lesen, bitte folgende Seite oeffnen:
http://www.petitionen24.com/read/17083/11033990

So beenden Sie die E-Mail-Benachrichtigungen über neue Ankündigungen, öffnen Sie bitte die folgenden Seite:
http://www.petitionen24.com/

Mit freundlichen Gruessen
Petitionen24.com

25/02/2014

Kreis Segeberg Großrazzia auf Schlachthof Von Deutsche Presse-Agentur dpa | 25.02.2014 17:21 Uhr


http://www.kn-online.de/Schleswig-Holstein/Aus-dem-Land/Grossrazzia-in-einem-Schlachthof-im-Kreis-Segeberg-Verdacht-auf-Verstoss-gegen-Tierschutz-und-Lebensmittelgesetz

Großrazzia auf einem Schlachthof in Bad Bramstedt: Die Staatsanwaltschaft Kiel hat Ermittlungen eingeleitet. Es geht um den Verdacht von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz und mangelnder Hygiene. Der Schlachthof wird von dem Konzern Vion Food Deutschland betrieben.


http://www.vionfoodgroup.com/


  1. [] Deutscher Fleischhunger: Nackte Fakten zur --> http://tinyurl.com/3765jx6

16/08/2013

Leiharbeit: Fleischbranche spart 27 Millionen durch EEG-Befreiung

http://www.noz.de/deutschland-und-welt/politik/niedersachsen/73994820/leiharbeit-fleischbranche-spart-27-millionen

Durch EEG-Befreiung

Leiharbeit: Fleischbranche spart 27 Millionen

Osnabrück. Die Schlachtindustrie profitiert gleich doppelt vom Einsatz billiger Werkvertragsschlachter: Nicht nur können so Lohnkosten gedrückt werden. Gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit, von der EEG-Umlage befreit zu werden. Allein 2011 sparten Betriebe aus der Branche durch eine EEG-Befreiung 27 Millionen Euro.