https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/strack-zimmermann-107.html
Strack-Zimmermann Zwischen Shootingstar und Nervensäge
Zweifellos ist die 64-Jährige innerhalb kürzester Zeit zum Klartext-Shootingstar der Ampel und der FDP geworden. In politischen Talkshows zum Ukraine-Krieg ist sie gern geladener Gast - wegen ihrer Art, auch mal jenseits der Scholz-Tonspur kein Blatt vor den Mund zu nehmen: Sie vertritt vehement ihre eigene Meinung zum sicherheits- und verteidigungspolitischen Kurs Deutschlands. Und die hat sie. Schon im Januar sagte sie angesichts der Bedrohungslage in der Ukraine, man müsse über die Lieferung von Defensiv-Waffen nachdenken.Man könnte auch sagen: Strack-Zimmermann ist derzeit in den hitzig diskutierten Fragen rund um den Ukraine-Krieg, vor allem der Lieferung schwerer Waffen, so etwas wie der rhetorische Gegenentwurf zu Bundeskanzler Olaf Scholz. Wo er noch schwieg und überlegte, forderte sie schon mehr Engagement der Deutschen bei der Unterstützung der Ukraine.
Doch sie steht da nicht allein. Sie weiß ihre Fraktion, aber auch viele Grünen-Abgeordnete hinter sich. Kurzentschlossen fuhr sie Mitte April als kleine Ampel-Reisegruppe mit den Vorsitzenden des Europa-Ausschusses und des Auswärtigen Ausschusses - dem Grünen-Politiker Anton Hofreiter und dem SPD-Politiker Michael Roth - in die Ukraine. Nicht erst seit dieser Reise plädierte sie für die Lieferung schwererer Waffen zur Landesverteidigung.
