| Lieber Manfred Paukstadt, selten
wurde Agrarpolitik so heiß und in der breiten Öffentlichkeit diskutiert
wie dieser Tage. Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine hebt das
Thema Ernährungssicherheit ganz nach oben auf die politische Agenda –
und damit die Frage: Wie müssen wir unsere Landwirtschaft verändern,
damit sie auch in Zukunft alle ernähren kann und gleichzeitig die Natur
schützt? Wenn rund 60 Prozent unseres Getreides verfüttert und weitere Ernten als Kraftstoff im Tank landen, läuft etwas grundlegend schief. Wir brauchen nicht noch mehr Flächen für intensiven Ackerbau, sondern mehr Platz für Hecken, Bäume oder Brachen und somit für Artenvielfalt in unserer Agrarlandschaft.
| ||||||||||||||||
Der
Bundesrat hat am vergangenen Freitag, 8. April, entschieden, dass
ökologisch wertvolle Flächen wie Brachen nicht für den intensiven Anbau
von beispielsweise Mais freigegeben werden. Das begrüßen wir
ausdrücklich, denn sie sind Grundlage für die Wiederherstellung der
Artenvielfalt und des natürlichen Klimaschutzes. Ich danke Ihnen für Ihr Engagement für eine naturverträgliche Landwirtschaft und wünsche schöne Ostertage! Pierre Johannes NABU-Referent für Agrarpolitik | ||
