03/06/2020

Wenn 25-40% (genauer Wert unklar) des Regenwaldes weg is, kippt er. Er kann dann nicht mehr genug Regen produzieren, vertrocknet und scheidet dann mehr CO2 aus als er aufnimmt

 "Das Ausmaß des Waldverlustes ist inakzeptabel"

Insgesamt seien 2019 rund 11,9 Millionen Hektar tropischer Urwald abgeholzt worden oder abgebrannt, so die Organisation. Allein ein Drittel des verschwundenen Primärwaldes entfalle auf Brasilien (rund 1,4 Millionen Hektar). Dort sei die Lage so schlecht wie seit 13 Jahren nicht mehr, rechne man die Feuerjahre 2016 und 2017 heraus. Im vergangenen Jahr hätten Feuer in Brasilien kaum eine Rolle beim Waldverlust gespielt, die Abholzung finde vielmehr gezielt statt, um landwirtschaftliche Flächen zu schaffen. Die Umweltorganisation WWF hatte zuvor bereits gewarnt, in der Coronakrise steige die Abholzung der Regenwälder noch einmal dramatisch an, weil Kontrollbehörden nur noch eingeschränkt arbeiten könnten.Forscher schlagen Alarm: Der Artenschwund unter den Landwirbeltieren beschleunigt sich immer mehr. In den letzten 100 Jahren sind bereits 543 Spezies ausgestorben, weitere 515 stehen aktuell am Rand des „Abgrunds“ – von ihnen gibt es nur noch weniger als 1.000 Exemplare. Diese Tierarten haben seit dem Jahr 1900 mehr als 237.000 ihrer Populationen verloren. Sollten sie komplett verschwinden, könnte dies eine ganze Kaskade weiterer Artenverluste nach sich ziehen, warnen die Wissenschaftler.

Das sechste Massenaussterben ist in vollem Gang und erfasst nahezu alle Bereiche des Lebens. Ob bei den Pflanzen, den Insekten, Vögeln oder Wirbeltieren – weltweit schrumpfen Populationen und Verbreitungsgebiete, Arten sind gefährdet oder schon verloren. Schätzungen zufolge könnten mittlerweile rund eine Million Spezies akut vom Aussterben bedroht sein. Verantwortlich dafür ist der Verlust des Lebensraums durch den Menschen, aber auch Klimawandel oder gezielte Jagd.