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In einer der größten Studien über Tor-Webseiten kommen
zwei Forscher zu einem vernichtenden Urteil: Die Untersuchung hätte
eine "überwältigende Präsenz illegaler Inhalte ans Licht gebracht",
schreiben die Sicherheitsforscher Thomas Rid und Daniel Moore in ihrer Untersuchung für die Denkfabrik International Institute for Strategic Studies (IISS).
Wer
mit dem Tor-Browser surft, bleibt anonym. Normale Webseiten, die zum
Beispiel auf .com oder .de enden, werden nicht direkt angesurft, sondern
ausschließlich über Umwege, in insgesamt drei Schritten. Diese Schritte
werden Hops, also Sprünge, genannt. Der Weg ins Netz wird mehrfach
verschlüsselt, Webseitenbetreiber wissen so nicht, woher ein
Nutzer kommt.
Aktivisten sehen Tor als Königsweg,
Internetnutzern absolute Privatsphäre zu ermöglichen - ohne Überwachung
durch staatliche Stellen oder andere Neugierige. Tor ist technisch so
ausgeklügelt, dass selbst Geheimdienste mitunter verzweifeln.
Doch das ermöglicht es auch Kriminellen, ungestört zu agieren. Die
Autoren der Studie wollen mit ihren Ergebnissen eine Diskussion über die
moralischen Fragen lostreten, die der Dienst aufwirft: Ist das
Tor-Netzwerk ein Hort der Freiheit - oder auch der Kriminalität
und Gewalt?
- 1 Überblick
- 2 Unterschied zum Deep Web
- 3 Arbeitsweise
- 4 Begriffsgeschichte
- 5 Rezeption
- 6 Siehe auch
- 7 Literatur
- 8 Weblinks
- 9 Einzelnachweise
- Wie kommt man ins Darknet?Laden Sie sich dafür zunächst bei CHIP den Tor Browser kostenlos herunter. Starten Sie das Programm und schon können Sie lossurfen. Sie können nicht nur das "normale" Internet besuchen, sondern ganz einfach Webseiten im Darknet ansurfen. Ein erster Anlaufpunkt könnte etwa die Adresse http://wikitjerrta4qgz4.onion sein (The Hidden Wiki), die zahlreiche Darknet-Webseiten aufgelistet hat und Informationen darüber liefert. Ein weiterer spannender Startpunkt könnte TorLinks (http://torlinkbgs6aabns.onion) sein, eine alphabetisch geordnete Linkliste für das Deep Web.
