Neben einigen positiven Punkten ist es vor allem unverständlich, dass Themen des Natur- und Umweltschutzes quasi keine Rolle spielen. Bereits in den einführenden Worten, worauf das Konjunkturprogramm abzielt, hätten die Elemente von Nachhaltigkeit oder Ökologie erwähnt werden müssen. Auch auf den weiteren 14 Seiten spielen Natur und Umwelt kaum eine Rolle.
Naturschutz: Ein vergessener Problemfall
Dabei wären Programme zur Förderung des urbanen Grüns oder von Renaturierungen hier sehr passend gewesen, denn gerade davon hätte die regionale Bauwirtschaft profitieren können. Teilweise enthält das Konjunkturprogramm sogar Ansatzpunkte für kontraproduktive Entwicklungen, zum Beispiel im Bereich Wald oder Binnengewässer: Die in Aussicht gestellten Fördergelder für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung müssen unbedingt an klare Kriterien zur Förderung der Waldökosysteme und zur Verbesserung des Wasserhaushaltes im Wald gekoppelt werden. Nur so können wir den Herausforderungen der Arten- und Klimakrise begegnen – andernfalls sorgen wir dafür, dass sich ohnehin verstärkende Problemlagen manifestieren.
Mehr Naturwälder für Mensch und Natur
Bis zum Jahr 2020 sollten fünf Prozent der
Wälder in Deutschland aus der Nutzung genommen werden. Dieses Ziel wurde
bei weitem verfehlt. Dabei sind Naturwälder von unschätzbarem Wert: Für
die biologische Vielfalt und als Beitrag zum Klimaschutz.
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