"Oberster Lockerungsbeauftragter der Republik"
Was Laschet hingegen macht, ist unredlich. Wir
erinnern uns: Vor Wochen deklamierte er noch theatralisch, es gehe um
"Leben und Tod", mittlerweile hat er eine Metamorphose zum obersten
Lockerungsbeauftragten der Republik durchlaufen. In einer Reihe von
Auftritten und Äußerungen, bei denen vor allem seine Souveränität
exponentiell zu schrumpfen schien.
Wer hoch hinaus will, sinkt manchmal tief herab.
Wer gedacht hat, das Erklären Nordrhein-Westfalens zum "Land der
Küchenbauer" in Zusammenhang mit der Öffnung von Möbelhäusern sei der
Tiefpunkt der Laschetschen Ausfälle, sah sich getäuscht. Mit seinem
irrlichternden Auftritt bei "Anne Will" im Ersten bewies er:
Tiefer geht immer. Schrill und zu laut im Tonfall, alles andere als
faktenfest, ungeschickt in der Wortwahl - keine Glanzstunde, sondern
eine bemerkenswerte Selbstdemontage.
Je länger die Krise andauert, umso überforderter wirkt Armin Laschet und das ist schon für den Ministerpräsidenten des bevölkerungsreichsten Bundeslandes alarmierend - für einen, der nach dem Vorsitz der größten Volkspartei und letztlich nach dem Einzug ins Kanzleramt strebt, ist es fatal. Womöglich gilt also mit Blick auf diese Ambition Laschets dann doch das Schäublesche Diktum "Isch over".
http://media.tagesschau.de/audio/2020/0427/AU-20200427-1741-3900.mp3
Je länger die Krise andauert, umso überforderter wirkt Armin Laschet und das ist schon für den Ministerpräsidenten des bevölkerungsreichsten Bundeslandes alarmierend - für einen, der nach dem Vorsitz der größten Volkspartei und letztlich nach dem Einzug ins Kanzleramt strebt, ist es fatal. Womöglich gilt also mit Blick auf diese Ambition Laschets dann doch das Schäublesche Diktum "Isch over".
http://media.tagesschau.de/audio/2020/0427/AU-20200427-1741-3900.mp3

