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die
besorgniserregenden Neuigkeiten zu unserer Parteispendenklage reißen nicht
ab.
Erst
letzte Woche haben wir berichtet, dass der Bundestag nun Spitzenanwälte
aus Steuergeldern bezahlt, um vor Gericht doch noch zu verhindern, dass
es bei der bislang geheimen Prüfung von fragwürdigen Parteispenden eine
öffentliche Kontrolle gibt.
Heute
gibt es erneut Befremdliches zu berichten: Im Zusammenhang mit den von
uns angeforderten Prüfunterlagen zu verdächtigen Parteispenden hat der Bundestag
anscheinend gelogen – wohl um abgeordnetenwatch.de davon abzuhalten, diese
Unterlagen vor Gericht einzuklagen.
Als
wir 2015 erstmals Einsicht in die Prüfunterlagen beantragten, behauptete der
Bundestag steif und fest: Diese Unterlagen existieren nicht!
Doch
auf einmal will der Bundestag von dieser Behauptung nichts mehr wissen. Über
seine neuen Spitzenanwälte ließ er uns jetzt mitteilen, dass in den betreffenden
Akten sogar „zahlreiche“ Unterlagen vorhanden seien!
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Warum
aber hat der Bundestag in Bezug auf die Existenz der Prüfunterlagen
gelogen? Hierauf gibt es eigentlich nur eine plausible Erklärung: Man
wollte abgeordnetenwatch.de davon abhalten, Klage einzureichen. Denn wer nimmt
einen langwierigen und teuren Rechtsstreit auf sich, wenn er annehmen muss, am
Ende vielleicht juristisch Recht zu bekommen, aber dann trotzdem ohne Unterlagen
dazustehen?
Dieses
Verhalten passt in das Bild einer Bundestagsverwaltung, die das Verfahren trotz
zweier Gerichtsurteile zugunsten von abgeordnetenwatch.de seit vier Jahren
verzögert und als letztes Mittel nun teure Anwälte aufgefahren hat.
Wir
haben uns 2015, als wir Klage eingereicht haben, nicht abschrecken lassen, weil
wir uns sicher waren, dass es Prüfunterlagen zu verdächtigen Parteispenden gibt
und weil wir Bürger:innen erfahren müssen, ob und wie verdächtige Lobbyspenden
an die Parteien geprüft und geahndet werden.
Jetzt
geht unsere Parteispendenklage im Juni in die letzte und entscheidende
Runde vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. So weit haben wir es
trotz der Hinhaltetaktik des Bundestags nur geschafft, weil uns Menschen wie Sie
dabei als Förder:innen den Rücken stärken – vielen Dank für Ihre
Unterstützung!
Bitte
machen Sie heute in Ihrem Umfeld auf unsere Klage aufmerksam und leiten Sie
diese E-Mail an Freunde und Bekannte weiter – so können wir gemeinsam noch mehr
Menschen informieren. Bei dieser Gelegenheit können Sie gern auch unseren
Recherche-Newsletter empfehlen, so bleibt auch Ihr Umfeld auf dem
Laufenden.
Und
natürlich können Sie uns auch heute mit einer zusätzlichen Einmalspende unter
die Arme greifen. Wir freuen uns sehr, denn jeder Beitrag unterstützt uns in
unserer laufenden Klage.
Bleiben
Sie gesund.
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