02/12/2019

Die Grünen haben vor dem Spitzengespräch zur Agrarpolitik im Kanzleramt gefordert, die Milliarden-Subventionen für die Landwirtschaft anders zu verteilen.

Die Grünen haben vor dem Spitzengespräch zur Agrarpolitik im Kanzleramt gefordert, die Milliarden-Subventionen für die Landwirtschaft anders zu verteilen. "Für viele Bauern geht es schon lange um ihre Existenz", sagte Bundestagsfraktionschef Anton Hofreiter der Deutschen Presse-Agentur. Viele müssten aufgeben, weil sie für ihre Produkte nicht vernünftig bezahlt und von Lebensmittelketten massiv unter Druck gesetzt würden. "Wir fordern, dass die Milliarden an öffentlichen Geldern durchgehend an gesellschaftliche Leistungen gebunden werden", so Hofreiter. "Statt industrieller Großbetriebe sollten Bäuerinnen und Bauern gefördert werden, die sich für Natur-, Umwelt-, Klima- und Tierschutz einsetzen." Ziel müsse eine Landwirtschaftspolitik sein, die mit der Natur arbeite. "Nur wenn auch die Bundesregierung auf Klasse statt Masse setzt, werden die Landwirte eine Zukunft haben." Daneben müssten effektive Maßnahmen gegen die Grundwasserverschmutzung und das Artensterben unternommen werden, die alle teuer zu stehen kämen. "Die Probleme verschwinden nicht, indem man sie ignoriert", sagte Hofreiter. "Hier muss die Bundesregierung auf dem Agrargipfel liefern."