500 Millionen Soforthilfe
Die EU-Kommission stellte Soforthilfen für die
Landwirte in Höhe von 500 Millionen Euro bereit. Laut EU-Diplomaten
stammt die Summe aus der Abgabe, die Milchbauern zahlen mussten, wenn
sie die bis zum Frühjahr geltende Milchquote überschritten hatten. Das
Geld sei daher im EU-Haushalt und könne ohne Extra-Zustimmung der
EU-Staaten eingesetzt werden. Schwerpunkt soll dabei sein, die
finanziellen Nöte der Bauern etwa durch Bürgschaften oder zinsgünstige
Darlehen abzumildern. Zudem sind Maßnahmen zur Stabilisierung des
Marktes und für ein besseres Funktionieren der Handelskette geplant.
Keine Mehrheit zeichnete sich laut Diplomaten bei
der Ministersitzung allerdings für staatliche Eingriffe wie etwa eine
Erhöhung des Interventionspreises ab, um den Milchpreis zu stützen. Für
den Preisverfall macht die EU unter anderem das russische Embargo gegen
landwirtschaftliche Produkte sowie die Konjunkturabkühlung in China
verantwortlich, wodurch sich das Angebot erhöht hat.