16/08/2018

Ein US-Gericht hat die Bayer-Tochter Monsanto zur Zahlung von 289 Millionen Dollar (umgerechnet rund 250 Millionen Euro) Schmerzensgeld verurteilt, weil seine glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmittel Krebs verursacht haben sollen

Unter Wissenschaftlern ist umstritten, ob Glyphosat krebserregend ist. Ein US-Gericht hat die Frage bejaht und einem an Krebs erkrankten früheren Hausmeister fast 290 Millionen Dollar Schmerzensgeld zugesprochen.
Ein US-Gericht hat die Bayer-Tochter Monsanto zur Zahlung von 289 Millionen Dollar (umgerechnet rund 250 Millionen Euro) Schmerzensgeld verurteilt, weil seine glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmittel Krebs verursacht haben sollen. Die Mittel hätten "wesentlich" zur Krebserkrankung des Klägers beigetragen, befand das Geschworenengericht in San Francisco.
Das Geld wurde einem ehemaligen Hausmeister zugesprochen, der unheilbar an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist und die Herbizide von Monsanto dafür verantwortlich macht. Die Geschworenen-Jury begründete das Urteil mit dem Versäumnis von Monsanto, den Kunden davor gewarnt zu haben, dass die Herbizide Krebs auslösen könnten. Dadurch habe sich der Agrarkonzern der "Heimtücke" schuldig gemacht.