Sehr geehrter Herr Paukstadt,
|
|
|
in
deutschen Behörden werden oft kleinste Belanglosigkeiten dokumentiert. Doch
ausgerechnet zu brisanten Lobbytreffen der Bundesregierung existieren nach
Recherchen von abgeordnetenwatch.de oft keine offiziellen Unterlagen. Mehr zu
diesem und zu anderen Themen im folgenden Newsletter.
Unsere
Themen:
- Die
geheimen Lobbytreffen der Bundesregierung
- Kontrolle
ausgehebelt
- Parlamentsdokumente:
Wie abgeordnetenwatch.de auf den Bundestag wirkt
- Bundeswehreinsatz
im Irak: So stimmten Ihre Abgeordneten
- Neu:
Abo-Funktion informiert Sie über Antworten von Abgeordneten
- Fragen
und Antworten des Monats
Am
häufigsten aufgerufener Artikel im letzten Newsletter: Lobbyist:innen
im Regierungsflieger – welche Unternehmen mit der Kanzlerin ins Ausland
reisten
|
Die
geheimen Lobbytreffen der Bundesregierung |
| |
|
Weder
Vermerke noch Protokolle noch Korrespondenzen: In den Akten der Bundesregierung
gibt es nach Recherchen von abgeordnetenwatch.de zu etlichen Lobbygesprächen
keine offiziellen Dokumente. So fehlen beispielsweise Unterlagen zu Treffen mit
früheren Regierungsmitgliedern, die mittlerweile in der Wirtschaft arbeiten -
unter anderem Sigmar Gabriel, Franz-Josef Jung und Brigitte Zypries.
Auf
Nachfrage verweigerte das Kanzleramt nähere Auskunft zu einem Gespräch, das
Bundeskanzlerin Angela Merkel im April 2020 mit Gabriel zum Thema Bankenabgabe
geführt hatte. Der langjährige SPD-Vizekanzler ließ gegenüber
abgeordnetenwatch.de ebenfalls offen, in wessen Auftrag oder in welcher Funktion
er mit Merkel gesprochen hatte. Stattdessen drohte er im Fall von
"Unterstellungen" mit rechtlichen Schritten.
Die
geheimen Lobbytreffen der Bundesregierung
(Fotos
v.l.n.r: B. Pedersen/dpa, E. Contini/NurPhoto, K. Nietfeld/dpa)
|
Parlamentsdokumente:
Wie abgeordnetenwatch.de auf den Bundestag wirkt |
| |
|
In
mehr als 60 offiziellen Drucksachen des Bundestages wird abgeordnetenwatch.de
erwähnt, zum Beispiel in Gesetzentwürfen, Anfragen oder Protokollen. Schaut man
sich die Parlamentsdokumente genauer an, zeigen sich ganz unterschiedliche Wege,
wie abgeordnetenwatch.de auf die Arbeit im Bundestag wirkt. Immer wieder nehmen
Abgeordnete unsere Recherchen zum Anlass, um die Regierung mit Problemen und
Missständen zu konfrontieren – oder sie attackieren Kolleg:innen wegen deren
Antworten auf abgeordnetenwatch.de.
Erwähnungen
in Parlamentsdokumenten: Wie abgeordnetenwatch.de auf den Bundestag
wirkt
|
Bundeswehreinsatz
im Irak: So stimmten Ihre Abgeordneten |
| |
|
Der
Bundestag hat eine Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes im Irak beschlossen, mit
dem das Erstarken des islamischen Staates verhindert werden soll.
Finden
Sie heraus, wie Ihre Abgeordneten abgestimmt haben – die Eingabe Ihrer
Postleitzahl genügt.
Irak-Einsatz:
So stimmten Ihre Abgeordneten
|
Neue
Abo-Funktion informiert Sie über Antworten von Abgeordneten |
| |
|
Vielleicht
kennen Sie das: Sie entdecken auf abgeordnetenwatch.de eine spannende Frage,
doch die Antwort lässt auf sich warten. Dank einer neuen Funktion können Sie
sich jetzt per Mail informieren lassen, wenn das Antwortschreiben veröffentlicht
wird. So funktioniert die neue Abo-Funktion: Unter einer unbeantworteten Frage
auf abgeordnetenwatch.de wird Ihnen der Button "Informiert werden" angezeigt.
Nach einem Klick darauf können Sie Ihre Mailadresse hinterlassen - und erhalten
eine Benachrichtigung, sobald die Antwort von unserem Moderationsteam
veröffentlicht wird. Probieren Sie es doch einfach mal aus:
Zu
den Abgeordnetenprofilen
|
Fragen
und Antworten des Monats |
| |
- Infektionsschutzgesetz
| Wofür braucht es die Bundestagsabgeordneten überhaupt, "wenn sie nur noch
abnicken, was Merkel und 16 Ministerpräsidenten im Hinterzimmer auskungeln?"
Diesem Vorwurf eines Bürgers entgegnet der Bundestagsabgeordnete Matthias Zimmer
(CDU) mit fünf Argumenten. Sein Fazit in Richtung Fragesteller: "Sie liegen so
ziemlich mit allen Vorwürfen daneben. Informieren hilft. Ich hoffe, dass Sie Ihr
Wahlverhalten auch zukünftig an Fakten orientieren, nur so kann Demokratie
funktionieren.”
- Termin
vermittelt | Eine Frage über abgeordnetenwatch.de hat einem Rentner aus
Dresden einen Termin mit dem Chef der örtlichen Verkehrsbetriebe beschert.
Gegenüber der sächsischen Landtagsabgeordneten Barbara Klepsch (CDU) machte er
auf den Lärm aufmerksam, der durch zu schnell fahrende Straßenbahnen verursacht
werde. Über einen Parteifreund vermittelte die Abgeordnete daraufhin einen
Termin mit dem Vorstand der Dresdener Verkehrsbetriebe (DVB). Dieser wolle sich
nun "persönlich zu umgesetzten Maßnahmen und Möglichkeiten der DVB" mit dem
Rentner austauschen.
- Reichensteuer
| Die Schere zwischen Arm und Reich gehe laut Medienberichten immer weiter
auseinander, schrieb kürzlich ein Bürger an den Bundestagsabgeordneten und
CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak. "Warum weigert sich Ihre Partei weiterhin, die
extrem Reichen stärker zu belasten?" Ziemiak ließ dem Fragesteller über sein
Büroteam ausrichten: "Bitte senden Sie uns die Quelle, auf die Sie sich
beziehen, damit Herr Ziemiak auf die Frage antworten kann."
|
|
|
|
Haben
auch Sie Fragen an die Abgeordneten im Bundestag, den Landtagen oder dem
EU-Parlament? Hier geht es zur Fragemöglichkeit auf abgeordnetenwatch.de:
Bundestag
| EU-Parlament
| Baden-Württemberg
| Bayern
| Berlin
| Brandenburg
| Bremen
| Hamburg
| Hessen
| Mecklenburg-Vorpommern
| Niedersachsen
| Nordrhein-Westfalen
| Rheinland-Pfalz
| Saarland
| Sachsen
| Sachsen-Anhalt
| Schleswig-Holstein
| Thüringen
Fanden
Sie diesen Newsletter interessant? Dann leiten Sie die Mail gerne an Freunde und
Bekannte weiter. Abonnieren
können diese unseren Newsletter hier (natürlich kostenlos und jederzeit
wieder abbestellbar).
Wenn
Sie unsere Arbeit für Transparenz und gegen geheimen Lobbyismus unterstützen
möchten, finden Sie hier unsere Spendenseite.
| |
| |
Mit
herzlichen Grüßen von |
|
| |
| |
 |
| |
|
Parlamentwatch
e.V., Mittelweg 12, 20148 Hamburg Telefon: 040 - 317 69 10 - 26 E-Mail: info@abgeordnetenwatch.de
Parlamentwatch
e.V. hat seinen Sitz in Hamburg, eingetragen beim Amtsgericht Hamburg VR 19479,
vertretungsberechtigte Vorstandsmitglieder sind Boris Hekele und Gregor
Hackmack.
Wenn
Sie den Newsletter in Zukunft nicht mehr bekommen wollen, dann können Sie ihn hier abbestellen.
Spendenkonto Parlamentwatch
e.V., Kto.: 2011 120 000, BLZ: 430 609 67 bei der GLS Bank, IBAN: DE03 4306
0967 2011 1200 00, BIC: GENODEM1GLS Als gemeinnütziger Verein stellen wir
Ihnen gerne eine Spendenbescheinigung
aus. | |
| |
Mittelweg
12
20148 Hamburg
Germany