Die letzten Tage von Donald Trumps Präsidentschaft sind angebrochen. Der Mann, der bislang unter Freunden und Feinden Angst und Schrecken verbreiten konnte, versteckt sich die meiste Zeit im Weißen Haus. Sein offizieller Terminkalender ist fast leer. Die Mitarbeiter schauen sich nach neuen Jobs um. Nur manchmal taucht Trump unerwartet aus der Versenkung auf, dann geht er entweder zum Golfspielen oder twittert Verschwörungsmythen über die Wahl.
Nachdem das Electoral College, das Wahlleutegremium, Joe Biden offiziell zum nächsten Präsidenten bestimmt hat, berichten US-Medien von einer »depressiven Stimmung« im Weißen Haus. Trumps Gefühlslage schwanke zwischen Niedergeschlagenheit, Wut und Rachegelüsten, heißt es.
Quelle Spiegel
Besonders bitter für den Nochpräsidenten: Sogar seine eigenen Parteifreunde lassen ihn im Stich. Nach langem Zögern und Zaudern hat der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, Joe Biden und Kamala Harris offiziell zur Wahl gratuliert. Seine Parteifreunde im Senat ermahnte McConnell nach Medienberichten, bei der Zertifizierung des Wahlergebnisses am 6. Januar im Kongress kein politisches Theater zu veranstalten. Sprich: Sie sollten die Ernennung Bidens nicht noch unnötig aufhalten. Damit ist Trumps politisches Ende besiegelt.