27/11/2020

Deutschland als trauriger Corona-Spitzenreiter

Es ist schwer genug, der Corona-Pandemie positive Seiten oder gar einen tiefgreifenden Nutzen abzugewinnen. Aber wenn es einen solchen Nutzen gibt, dann den als Lehrstück. Denn diese Pandemie wird nicht die letzte sein. Das Vordringen des Menschen in ehemals unbesiedelte Naturräume, ihre Zersiedelung und Nutzung, hat zu vermehrtem Kontakt zwischen unserer Spezies und den Wildtieren geführt, die gefährliche Krankheitserreger bergen – von Corona bis Ebola. Das kann man bedauern und kritisieren, aber es wird sich kaum aufhalten lassen. Covid-19 ist also erzwungenermaßen unsere Trainingseinheit für künftige Katastrophen. Umso dringender müssen wir die Schwächen ausbügeln, die uns gegenwärtig das Leben so schwer machen.

Ein paar grundsätzliche Lektionen haben wir in Deutschland schnell gelernt, und sie haben das Schlimmste verhindert. Auf die Wissenschaft hören zum Beispiel. Sich um breite Solidarität in der Bevölkerung bemühen, weil keine Behörde und kein Amtsträger die Rücksichtnahme herbeibefehlen kann. Aber wir müssen auch ernüchtert feststellen: Auf den Corona-Demonstrationen hat sich nicht nur ein kleines Häuflein Verwirrter versammelt. Die Proteste sind gut besucht.

 https://www.t-online.de/nachrichten/id_89016584/covid-19-tote-deutschland-als-trauriger-corona-spitzenreiter.html

 

Die Ministerpräsidenten haben mit der Bundeskanzlerin den Corona-Kurs bis Weihnachten beschlossen – doch ein Landeschef schert aus: Daniel Günther aus dem hohen Norden hält von den neuen Kontaktbeschränkungen wenig. "Ich glaube, eine solche Regelung verwirrt die Menschen, sagt er im Interview mit meinen Kollegen Sonja Eichert und Tim Kummert. Hier erklärt er den "schleswig-holsteinischen Sonderweg".